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Pressemitteilung

Wann lohnen sich Dämmmaßnahmen auch finanziell? Vortrag beim ÖDP-Kreisverband

Wann lohnen sich Dämmmaßnahmen auch finanziell? Ökologisches Bauen ist ein Schlüsselsektor für den Klimaschutz

Das FOTO stammt von Christoph Zollbrecht und zeigt von links nach rechts: Bürgermeister Franz Badura, die Landratskandidatin der ÖDP, Marianne Badura, und Dipl.-Ing. (FH) Josef Simon

Amberg. Im Rahmen des Kommunalwahlkampfes hatte der ÖDP-Kreisverband Mitglieder und interessierte Bürger zu einem Vortrag zum Thema „Unter welchen Voraussetzungen sind Dämmmaßnahmen und Heizsysteme auf der Basis von erneuerbaren Energien wirtschaftlich?“ geladen.
Der Amberger Bürgermeister und OB-Kandidat Franz Badura nutzte die Veranstaltung dazu, auf die Bedeutung des Bausektors für den Klimaschutz hinzuweisen: „Bau und Nutzung von Gebäuden verursachen 40 Prozent der CO2-Emissionen in der Bundesrepublik. In diesem Schlüsselsektor entscheidet sich der Klimaschutz. Der Umbau von Gebäuden für eine neue Nutzung verdient daher den Vorzug vor einem Neubau, da die enthaltene graue Energie genutzt werden kann. Auch der Holzbau hat gegenüber anderen Baustoffen erhebliche Vorteile, weil CO2 im Holz gespeichert ist und damit auf Jahrzehnte gebunden bleibt.“ 
Der Hauptredner des Abends war aber ÖDP-Kreistagskandidat Josef Simon, der bereits seit 25 Jahren als Energieberater tätig ist. Bei seinen Erläuterungen zur Wirtschaftlichkeit von Dämmmaßnahmen stellte er drei Fälle vor, nämlich die Dämmung einer obersten Geschoßecke zu einem unbeheizten Dachboden, die Außenwanddämmung und Fenstererneuerung. Die Investitionskosten für die Verlegung einer Dämmung auf eine ungedämmte Stahlbetondecke können sich bereits nach ca. drei Jahren bezahlt machen. Bei der Anbringung einer Außenwanddämmung (WDVS) an eine ältere Außenwand liegen die Amortisationszeiten bei 12 bis 15 Jahren.
Der Austausch von Fenstern ist kostenintensiv, da sie bezogen auf den Quadratmeter das teuerste Bauteil der Gebäudehülle sind. Die Amortisationszeiten liegen hier bei ca. 20 bis 30 Jahren. Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung spielen diverse Faktoren, wie Alter des Bauteils, Art des Energieträgers, aktueller Energiepreis, Investitionskosten, etc. eine große Rolle. Bei rechtzeitiger Antragstellung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) werden Dämmmaßnahmen mit 15 % bis 20 % bezuschusst.
Zum Einbau einer neuen Heizung rechnete Josef Simon vor, dass sowohl eine neue Wärmepumpe als auch eine Pelletheizung bei Inanspruchnahme von KfW-Zuschüssen weniger kosten als der Einbau einer neuen Öl- oder Gasheizung.
Voraussetzung hierzu ist, dass die Wärmepumpe oder die Pelletheizung eine alte Heizung ersetzt, die mit fossilen Brennstoffen betrieben wurde.

 

 

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