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ÖDP nominiert Susanne Witt als Direktkandidatin für den Bundestag

Lauterhofen. Die ÖDP-Kreisverbände Neumarkt und Amberg-Sulzbach haben die 52jährige Diplom-Volkswirtin Susanne Witt aus Amberg einstimmig als Direktkandidatin für den Bundestag nominiert. Susanne Witt ist verheiratet, hat zwei Töchter und hat viele Jahre als Personalreferentin in großen Firmen gearbeitet. Außerdem hat sie sich u.a. als Elternbeirätin engagiert und sich dabei für die Verbesserung der Schulwegsicherheit, den Einsatz von Sozialarbeitern auch an Grundschulen sowie die Errichtung des beliebten Kinderspielplatzes an der Kennedystraße im Amberger Süden eingesetzt.

Politisch steht sie für Klimaschutz, für die Interessen von Kindern und Familien und für fairen Handel. Nur Länder, die ökologische und soziale Mindeststandards verbindlich vertraglich anerkennen und sich verpflichten, diese Standards einzuhalten und kontinuierlich zu verbessern, sollten künftig von der EU als bevorzugte Partner im Welthandel anerkannt werden.

Als gelernte Volkswirtin steht sie auch dem Wachstum um jeden Preis kritisch gegenüber. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes dürfe nicht mehr Ziel aller Wirtschaftspolitik sein. In einer ehrlichen Gesamtrechnung müsse auch die ökologische Stabilität und das soziale Gemeinwohl bewertet werden. Der Erfolg einer Volkswirtschaft müsse künftig daran gemessen werden, ob sie sich mit den natürlichen Kreisläufen im Einklang befinde und ob sie sich am sozialen Gemeinwohl ausrichte. Ein ständiges Wachstum der Mengen und Verbräuche sei weder erstrebenswert noch möglich.

In diesem Zusammenhang kritisierte sie auch die Grünen. Deren Konzept eines "Green New Deal" gaukle den Wählern vor, dass die Wohlstandsgesellschaft weitgehend ohne Konsumreduzierung fortgesetzt werden und trotzdem nachhaltig sein könne. Das sei schlicht „Blödsinn“, so Susanne Witt.

Am Programm der Grünen störe sie auch, dass es für die Betreuung der Kinder ab der Geburt in öffentlichen Einrichtungen eintrete und keinerlei Sympathien für traditionelle Familienstrukturen hege. Die Grünen lehnten deshalb auch die finanzielle Anerkennung von Elternarbeit ab.

Die ÖDP wolle dagegen eine bindungsfreundliche Betreuung der Kinder und kämpfe für die volle Anerkennung der Familienleistungen durch ein Gehalt für die familiäre Sorgearbeit.

Nach der Nominierung der Bundestagskandidaten wählte die Mitgliederversammlung der beiden ÖDP-Kreisverbände ihre Delegierten für die Vertreterversammlung zur Aufstellung der Landesliste Bayern für die Bundestagswahl. Als Delegierte gewählt wurden Alexander Dehnert und Klaus Mrasek aus Amberg, Claudia und Christoph Zollbrecht aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und Wolfgang Branner, Hans-Jürgen Gerstner und Ludwig Härteis aus dem Landkreis Neumarkt.