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ÖDP-Bundestagskandidatin Susanne Witt besucht Wirtschaftsförderung Amberg

Renditestarke PV-Anlage auf Dach der Wirtschaftsförderung Amberg

Foto: Alexander Seitz Das Foto zeigt von links nach rechts: Karlheinz Brandelik, Susanne Witt, Franz Badura

Amberg. „Rechnet sich die Photovoltaik-Anlage auf Ihrem Dach?“ Diese Frage stand am Anfang des Informationsbesuches der ÖDP-Direktkandidatin für den Bundestag, Susanne Witt, bei der Wirtschaftsförderung Amberg, bisher bekannt unter der Bezeichnung "Gewerbebau". Mit von der Partie war der 3. Bürgermeister Franz Badura, ebenfalls von der ÖDP. Geschäftsführer Karlheinz Brandelik begrüßte beide im neuen Firmensitz in der Emailfabrikstraße 15.
„Die Entscheidung, hier eine Photovoltaikanlage zu installieren, war goldrichtig“ betonte Karlheinz Brandelik gleich zu Beginn. „Wir haben hier auf der 1.000 qm-Fläche unseres Daches eine 100.000 kWh-Anlage, das ist eine der größten in Amberg.“ Die zentrale Renditefrage beantwortete er dann so: „Innerhalb von 10 Jahren ist unsere Anlage abbezahlt. Da die Einspeisevergütungen stark gesenkt wurden, geschieht dies vor allem durch die eingesparten Stromkosten. Außerdem sind die Module heute deutlich preiswerter als früher. Damit ist die Installation einer Photovoltaikanlage längst eine ziemlich sichere Investition.“
Konkret werden bei der Anlage in der Emailfabrikstraße ca. 40 % des erzeugten Stroms für den Betrieb der topmodernen Kühlanlage des gesamten Hauses verwendet, in der 16 Grad kaltes Wasser durch Kühlelemente an der Decke fließt. Anders als bei herkömmlichen Klimaanlagen geschieht dies ohne störende Geräusche, ohne Zugluft und ohne Staubverwirbelungen. Weitere ca. 40 % der Energie werden für Computer und Beleuchtung in den eigenen Büros sowie die Gewerbebau-Elektroflotte genutzt. Die restlichen ca. 20 % des Stroms  fließen ins Netz.
Susanne Witt war vom Fleck weg begeistert: „Das ist ein perfektes System. Dieses Beispiel muss unbedingt Schule machen!“ Karlheinz Brandelik erklärte, dass gerade in Unternehmen der Strombedarf tagsüber hoch und relativ konstant sei. Der zeitgleich erzeugte Solarstrom könne diesen Bedarf bei passenden Wetter gut decken. Richtig genial sei die Kombination Kühlanlage und Photovoltaik.
„Das ist der Königsweg der Zukunft“, lobte die Direktkandidatin. „Dezentrale Stromerzeugung exakt am Ort des Verbrauchs, das ist absolut vorbildlich. Auf diese Weise bekommen wir zusätzlich kleinere Systeme der Energieversorgung, die viel einfacher zu managen sind und mit deutlich weniger Transportverlusten arbeiten.“ Ergänzend forderte Susanne Witt: „Bis zum Jahr 2030 müssen wir unseren Strombedarf in Deutschland komplett aus erneuerbaren Energien decken.“
Bürgermeister Franz Badura fügte hinzu: „Um die Energiewende entschlossen voranzutreiben, haben wir im Stadtrat erfolgreich die PV-Pflicht auf neuen Gewerbedächern durchgesetzt. 60 % der jeweiligen Dachfläche müssen künftig mit PV-Modulen belegt sein und Strom erzeugen.“ Gerade auch Lager- und Produktionshallen seien besonders gut für PV-Anlagen geeignet, da sie in der Regel groß, flach und stabil sind.

 

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