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ÖDP-Kandidatin Susanne Witt erinnert Bundestagsabgeordnete an den Koalitionsvertrag: Heimtierhandel im Internet verbieten und Verstöße wirksam bestrafen

Susanne Witt: „Illegalen Welpenhändlern das Auto wegnehmen!“

„Was beim Drogenhandel gang und gäbe ist, sollte auch illegalen Welpenhändlern drohen: Auto futsch“ verlangt die ÖDP-Bundestagskandidatin Susanne Witt in einem Brief an die Bundestagsabgeordneten Alois Karl, Karl Holmeier, Marianne Schieder, Uli Grötsch und Albert Rupprecht. Der Wunsch nach Haustieren ist während der Pandemie stark angestiegen. Doch eine Bestellung im Internet sorgt oft für großes Tierleid.

„Was ist aus dem Versprechen der Koalition geworden, gegen den Heimtierhandel im Internet und gegen den illegalen Welpenhandel vorzugehen?“ will Susanne Witt von den Bundestagsabgeordneten aus der nördlichen und mittleren Oberpfalz wissen. „Vorschläge für konkrete Maßnahmen bis hin zu Verboten“ haben die Regierungsparteien eigentlich in ihrem Koalitionsvertag vereinbart, um den Tierschutz zu verbessern. „Was ist bisher geschehen und was haben Sie noch bis zum Ende der Legislaturperiode im Herbst vor?“ erkundigt sich Susanne Witt. Derzeit wird der illegale Internethandel mit jungen Hunden - oft aus fürchterlichen sog. Hinterhofzuchten in Südosteuropa stammend - angeheizt, weil seriöse, gesetzestreue Züchter im Inland die Nachfrage nicht mehr decken können und Tierheime in der Regel oft nur erwachsene Tiere vermitteln können. Immer häufiger werden kranke, ungeimpfte und viel zu früh von der Mutter getrennte Welpen zusammengepfercht gerade auch an den bayerischen Grenzen aufgegriffen. In den kommunalen Haushalten zeigen sich zudem seit Jahren steigende Aufwendungen für die tierärztliche Versorgung aufgegriffener Jungtiere.

„Wir haben dringenden Handlungsbedarf“ stellt Susanne Witt fest „und zwar auch bei der Verschärfung der Strafen.“ Die Gewinne im illegalen Welpenhandel seien so hoch, dass die üblichen Geldstrafen nicht abschrecken. Ein Einzug des benutzen Fahrzeuges wäre ein wirksameres Mittel, um Tätern das tierquälerische Handwerk zu legen.

Die Bundestagsabgeordneten Karl (CSU), Holmeier (CSU), Schieder (SPD) und Grötsch (SPD) reagierten auf diese schriftlichen Fragen überhaupt nicht. Damit wurde sehr deutlich, wie gleichgültig sie dem Tierleid im illegalen Welpenhandel gegenüber stehen.

Das Büro des Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (CSU) teilte lediglich mit dürren Worten mit, dem illegalen Welpenhandel werde "verstärkt nachgegangen". Das ist angesichts des Tierleids viel zu dürftig. Die Welpen brauchen Schutz und Hilfe, jetzt. Doch diese Koalition schaut weiter nur zu.