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Frohe Ostern!

Dass es bei den großen Tagen Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag um die Dramatik von Leiden, Tod und Auferstehung geht, wird man wohl auch in säkularisierten Zeiten wissen. Dass da aber noch sehr viel mehr existenziell Menschliches angesprochen wird, erfährt man nur bei näherer Beschäftigung mit den Texten der Evangelien - am besten in ihrer künstlerisch bearbeiteten Form wie z.B. in Bachs Matthäuspassion.

Da fällt vor allem das vielfältige Versagen ganz unterschiedlicher Protagonisten auf: Allen voran Petrus, der einfach Angst um sein eigenes Leben hat. Oder die so verständliche Müdigkeit der Freunde, die vor der Forderung nach weiterem Wachbleiben kapitulieren. Die Verzweiflungstat desjenigen, der nach Erkenntnis seines Fehlverhaltens nicht mehr leben möchte. Die Routine des Machthabers, der einen eher kleinen Störfall in gewohnter Weise löst. Die Manipulation und die schreckliche Wirkung einer aufgehetzten Menge...

Was wir da erinnern und feiern, hat so viel mit all unseren eigenen Erfahrungen zu tun. Hoffentlich erfahren wir in der eigenen Existenz dann auch die Auflösung des so vielfältig verworrenen Knotens: Das ganze jämmerliche Versagen so vieler Beteiligter kann den Triumph des Lebens nicht verhindern. Frohe Ostern!


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