Pressespiegel der ödp Amberg-Sulzbach
2006
ödp mißt Mobilfunkstrahlung selbst
Amberg-Sulzbach. Mit dem verstärkten Aufbau von Mobilfunknetzen
wird im Landkreis kontrovers über Mobilfunk diskutiert. Immer mehr
Menschen haben Angst vor gesundheitlichen Schäden. Obwohl der
Zusammenhang zwischen Krankheiten und Mobilfunk-Sendern örtlich
und zeitlich deutlich ist, weigert sich der Staat noch immer, seiner
Verantwortung nachzukommen und die Bürger durch ausreichende
Grenzwerte zu schützen. Nach Angaben des ödp-Kreisvorstandes
schützen die in Deutschland geltenden Grenzwerte nur gegen
Schäden durch Wärmebelastung und sind weltweit die
höchsten. Es gibt hingegen keinerlei Grenzwerte für sog.
nicht-thermische Wirkungen, z.B. Tinnitus, Kopfschmerzen,
Schlafstörungen und Krebs. Mehrere
Mobilfunk-Bürgerinitiativen haben sich bereits Hilfe suchend an
die ödp gewandt. Um die Mobilfunkstrahlung in Wohngebieten
ermitteln zu können, hat der ödp-Kreisverband nun ein
hochwertiges Messgerät angeschafft, mit dem neben
Mobilfunkimmissionen auch Belastungen durch Radar oder Rundfunk und
Fernsehen gemessen werden können. Auch Ingenieurbüros
verwenden dieses Messgerät für Gutachten. Mit Werner Rother,
Dipl.-Ing. Nachrichtentechnik, hat der ödp Kreisvorstand einen
Fachmann in seinen Reihen, der die Messungen durchführt.
In den letzten Wochen wurden bereits mit den örtlichen
Bürgerinitiativen Messungen in Poppenricht und in der
Großgemeinde Vilseck durchgeführt.
Bei den Messungen in Gressenwöhr wurden zwar relativ niedrige
Werte von wenigen µW/qm festgestellt, was noch den strengen
Salzburger Vorsorgewerten entspricht, die von der ödp als
vorbildlich angesehen werden. "Das ist aber kein Wunder", so Werner
Rother, "denn der Ort ist von den Vilsecker Anlagen durch den
Drechselberg abgeschirmt". Franz Kohl fügte dazu, daß in
ganz Gressenwöhr die Handys trotzdem gut funktionieren. Da sei es
überhaupt nicht einzusehen, dass die Bürger dort durch einen
Masten ausgerechnet auf dem Drechselberg belastet werden sollen, ohne
diesen selbst überhaupt zu benötigen. Sorge bereitet
allerdings auch jetzt schon die Radarstrahlung aus Grafenwöhr, die
auf dem Drechselberg stellenweise Werte von 20mW/qm erreicht. Auch bei
hochgelegenen Häusern in Gressenwöhr und Axtheid ist diese
Belastung noch bedenklich hoch, schließlich kann Radar
bekanntlich Krebs verursachen.
Die einzelnen Messergebnisse können auf der Internetseite des
Kreisverbandes
www.oedp-amberg-sulzbach.de
eingesehen und verglichen werden. Ein Ziel der Messungen besteht auch
darin, zu dokumentieren, inwieweit sich durch den Ausbau der
Mobilfunktechnologie die Immissionssituation im Landkreis
verändert. Vor Ort wird die ödp im Landkreis Amberg-Sulzbach
den Bürgerinitiativen, die in ihren Gemeinden Mobilfunkmessungen
machen wollen, weiterhin unterstützend zur Seite stehen, so
Kreisvorsitzender Klaus Mrasek.
Amberg-Sulzbacher
ödp
betreibt eine Petition für gentechnikfreie Landwirtschaft
Mrasek:
„Hände weg von unserem Essen!“
Der
ödp-Kreisverband
Amberg-Sulzbach beteiligt sich an der landkreisweiten Petitionsaktion
gegen die für 2006 angekündigten Genmais-Felder. Mit der
Aktion unter dem Motto „Hände weg von unserem Essen“ soll
erreicht werden, dass die gentechnikfreie landwirtschaftliche
Produktionsweise als Ziel der Landesplanung festgeschrieben
wird. Ein entsprechender Zusatz soll in das neue
Landesentwicklungsprogramm aufgenommen werden, das von März bis
Juni im Landtag beraten wird.
„Während in
unserem Nachbarland
Österreich die Politiker den Landwirten raten, die Finger von
genveränderten Organismen zu lassen, öffnet die CSU der
Genmanipulation durch die Aussaat auf Staatsgütern Tür und
Tor“, kritisiert Mrasek. Diese Haltung würde den
CSU-Politikern jedoch schwerer fallen, wenn die ödp-Petition von
vielen Bürgern unterstützt werde. Dass Claus Hipp als
führender bayerischer Babynahrungshersteller öffentlich
erklärt habe, dass er künftig nur noch in Österreich
und anderen Ländern einkaufen werde, wenn die Entwicklung des
GVO-Anbaus bei uns so weitergeht (Süddeutsche Zeitung vom
19.01.2006), sei „alarmierend“.
Die Bayerische
Verfassung sichere allen
Bürgerinnen und Bürgern das Recht, sich mit Petitionen an
den Landtag zu wenden. „Je größer die Beteiligung, desto
schwieriger wird es für die Regierungsfraktion, das Anliegen
einfach vom Tisch zu wischen. Ist die Petition im Landtag
erfolgreich, kann die Staatsregierung nicht wie bisher Staatsgüter
für den Erprobungsanbau zur Verfügung stellen“, so
Mrasek.
Den Umfragen zufolge
lehne die
überwiegende Mehrheit der Verbraucher und Landwirte
genmanipulierte Lebensmittel ab. Mrasek: „Viele Menschen fühlen
auch, dass wir nicht einfach in die evolutionäre Schöpfung
eingreifen sollen. ‚Der Mensch darf nicht alles, was er kann’,
hören wir von Politikern immer wieder, wenn sich von
Menschenhand ausgelöste Naturkatastrophen ereignen. Der Verzicht
auf Gentechnik in der Landwirtschaft wäre die einzig
vernünftige
Konsequenz aus dieser Erkenntnis“.
Die ödp will in
den nächsten
Jahren „verstärkt wertkonservative bisherige CSU-Wähler
ansprechen, denen Stoiber mit seinem hochriskanten Gentechnik- und
Atomkraftkurs nun endgültig das Kraut ausgeschüttet hat.
Die wechseln aber garantiert nicht zu den Grünen, sondern sind
viel eher für die ödp als werteorientierte Partei zu
gewinnen“, so Mrasek.
Das Petitionsformular
kann unter der
Tel. 09621/320 969 angefordert oder im Internet unter
www.oedp-amberg-sulzbach.de abgerufen werden.
Offene
Kreisvorstandsitzung zum Mobilfunk
Vilseck. Aufgrund der aktuellen
Diskussion um den geplanten
Mobilfunksender auf dem Drechselberg organisierte der
ödp-Kreisvorstand erstmals eine offene Kreisvorstandssitzung in
Vilseck. Kreisvorsitzender Klaus Mrasek konnte zahlreiche Besucher im
Gressenwöhrer Schützenheim begrüßen. Zu Beginn
berichtete er über die Aktivitäten der ödp im Landkreis
in Sachen Mobilfunk. Das Positivstandortkonzept, wie es die Oberste
Baubehörde schon 2001 den unteren Baubehörden vorgestellt
hatte, sollte gerade auch in Vilseck mit seinen besonders
schützenswerten öffentlichen Belangen, wie Burg, Bergkirche
und Lindenallee umgesetzt werden können. Unter einem positiven
Standortkonzept verstehe man die baurechtliche Möglichkeit einer
Gemeinde, die Standorte von Mobilfunkanlagen zu steuern, indem sie
sogenannte positive Standortzuweisungen im Flächennutzungsplan
trifft und damit besonders schützenswerte Landschaftsteile von
Mobilfunkmasten freihalten kann, so Mrasek.
Die Entscheidungen des Stadtrates in letzter Zeit ließen jedoch
unter den Besuchern der Veranstaltung Zweifel aufkommen, ob es in
Vilseck dazu kommen wird. Zum einen wurde im LGA-Gutachten nur das
halbe Gemeindegebiet untersucht und zum anderen wurden bis heute keine
Messungen vorgenommen, um die bestehende Versorgungssituation und den
Bedarf für weitere Mobilfunkanlagen zu ermitteln. Das LGA
Gutachten enthält hauptsächlich Berechnungen von
Immissionswerten für den geplanten Gittermast, wusste ödp-
Kreisschatzmeister Franz Kohl zu berichten. Werner Rother und Josef
Witt, die ebenfalls im Kreisvorstand der ödp aktiv sind und die
letzte Stadtratssitzung in Vilseck besucht hatten, konnten von
erstaunlichen Aussagen berichten. So sind laut Aussage der Gutachterin
Dr. Heinrich trotz zweier anderslautender Stadtratsbeschlüsse bis
jetzt keine Messungen vorgenommen worden. Frau Dr. Heinrich konnte auf
konkrete Nachfrage von Stadträten nicht ausschließen, dass
bei steigender Nachfrage nach Mobilfunkleistungen weitere Sendemasten
im Stadtgebiet erforderlich sein werden, auch innerhalb reiner
Wohngebiete wie dem Vilsecker Süden rund um das Schwimmbad.
Ebensowenig steht fest, dass die bestehenden Sendeanlagen im
Industriegebiet abgebaut werden, falls ein neuer 70 Meter hoher
Sendeturm auf dem Drechselberg errichtet werden sollte. Diese Aussagen
der Gutachterin lösten einige Überraschung im Stadtrat aus,
war man doch bis dahin davon ausgegangen, gerade mit dem Standort
Drechselberg würden weitere Türme im Stadtgebiet
überflüssig. Wegen des Argumentes, Überschneidungen
seien zu vermeiden, wie die Gutachterin in ihrem Vortrag am 29.
September 2005 mehrmals betont hatte, will die Stadt Vilseck ja auf
Standortkombinationen verzichten und der Stadtrat schien bisher
dafür auch bereit zu sein, den Drechselberg als Standort für
nur einen Sendeturm zu „opfern“. Aufgrund dieser für viele
Stadträte überraschenden Neuigkeiten wurde die Abstimmung in
Sachen Mobilfunk zunächst zurückgestellt. Messungen der
tatsächlichen mobilfunkbedingten Strahlenbelastung sollen nun
durchgeführt werden, sobald die Witterungslage dies erlaubt.
Klaus Mrasek äußerte die Befürchtung, dass
zukünftig gerade wieder Sendeanlagen unter 10 Metern Höhe im
Stadtgebiet errichtet werden, da diese keiner Baugenehmigung
bedürfen und der geplante Turm auf dem Drechselberg nicht
dauerhaft für die Mobilfunkversorgung der Ortschaften Vilseck,
Schlicht, Sorghof und des Südlagers ausreichen dürfte. Solche
relativ niedrigen Sendemasten können aber zu Überschneidungen
führen und werden aus Immissionsgründen vielfach als
bedenklich eingestuft.
Kreisverband
der ödp fordert Familien und gewerblichen Mittelstand zum Protest
bei CSU und Staatsregierung auf:
Mrasek: „Mehrwertsteuer ist Familien-Strafsteuer und Anreiz zur Schwarzarbeit!“
Die geplante massive Erhöhung
der Mehrwertsteuer ist nach Ansicht des Kreisvorsitzenden der ödp
Klaus Mrasek eine Kampfansage der großen Parteien an die Familien
und den gewerblichen Mittelstand:
„Nicht nur für Kleinrentnerinnen und Arbeitslose sondern vor allem
auch für alle Eltern ist die erhöhte Mehrwertsteuer eine
Zumutung: Da
Kinder unausweichlich einen gewissen Mehrkonsum alltäglicher Dinge
verursachen, kann man die Mehrwertsteuer als echte Familien-Strafsteuer
bezeichnen. Außerdem ist sie das wirksamste Mittel zur
Förderung der
Schwarzarbeit und gefährdet daher die Existenz vieler kleiner
Handwerksbetriebe samt
der dort bestehenden Arbeitsplätze.“
Mrasek appelliert deshalb an die sich stets besonders familien- und
mittelstandsfreundlich gebende Bayerische Staatsregierung und an die
CSU, diesen verhängnisvollen Weg nicht zu gehen. Zur Sanierung der
Staatsfinanzen gebe es andere wirksame Möglichkeiten, die aber von
einer „höchst aktiven Lobby der ökonomisch Starken“ stets
verhindert würden: „Es ist ein anhaltender Skandal, dass der Staat
auf die Mineralölsteuer beim umweltschädlichsten
Verkehrsmittel Flugzeug verzichtet, dass
internationale Flugtickets ganz ohne Umsatzsteuer verkauft werden, dass
die Atomkonzerne ihre Gewinne aus Milliarden-Rückstellungen nicht
voll versteuern müssen, dass private
Veräußerungsgewinne (Aktien!) und Kapitalerträge gar
nicht oder nur minimal besteuert werden und
dass die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland steuerlich
auch noch gefördert wird.“
Besonders empört Mrasek die gleichzeitig bekannt gewordene Absicht
der neuen Bundesregierung, eine Transrapidstrecke zu bauen: „Mit der
erhöhten Mehrwertsteuer auf Schulhefte und Babywindeln soll
offensichtlich ein absolut überflüssiges Prestigeprojekt
einiger Großkonzerne subventioniert werden – das ist schlicht
abstoßend!“
CSU lehnt
ödp-Petition für gentechnikfreie Landwirtschaft ab
Die CSU-Mehrheit im
Landwirtschaftsausschuss des bayerischen Landtags hat an diesem
Mittwoch gegen die Stimmen von SPD und Grünen eine von der
ödp
gestartete Petition für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in
Bayern abgelehnt. Die insgesamt 15.000 Unterzeichner, davon knapp
1000 aus dem Raum Amberg-Sulzbach, forderten den Landtag auf, das
Ziel einer gentechnikfreien Landwirtschaft im neuen
Landesentwicklungsprogramm zu verankern. In der Debatte zeigte sich,
das alle Abgeordneten das Ziel der Petition befürworten,
allerdings wollten die CSU-Parlamentarier einen evtl. drohenden
Konflikt mit der Staatsregierung und der EU-Kommission nicht
aufnehmen und lehnten die Petition deshalb ab. „Der
Mehrheitsfraktion des Landtags fehlt es offensichtlich an
Kampfeswillen und Selbstbewusstsein, die Belange von Landwirten und
Verbrauchern gegenüber EU und Staatsregierung zu vertreten. Und
das selbst dann, wenn es um lebenswichtige Fragen geht“ kritisiert
ödp-Keisvorsitzender Klaus Mrasek. In den letzten Wochen wurden
die privaten Gen-Anbauflächen nach massiven Protesten weitgehend
zurückgezogen. „Die bayerische Landwirtschaft wäre jetzt
fast gentechnikfrei, wenn die Staatsregierung keine
landwirtschaftlichen Güter des Freistaates für den Genanbau
zur Verfügung stellen würde“. Diese Verpflichtung der
Regierung wollten die Petenten durch eine Verankerung der
gentechnikfreien Landwirtschaft im neuen Landesentwicklungsprogramm
erreichen. Der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, MdL Helmut
Brunner, erklärte hierzu: „Wir sollten uns die Versuche an
Staatsgütern nicht verbauen“. Der Erkenntnisgewinn des
Versuchsanbaus gehe nach Mrasek jedoch gegen Null. „Wenn sich die
CSU über die katastrophalen Auswirkungen des Genanbaus auf die
Landwirtschaft informieren will, braucht sie sich nur bei den
amerikanischen und kanadischen Farmern erkundigen, die von den
Gentechkonzernen mit einer Klageflut überzogen werden. Obwohl
diese Farmer kein Gensaatgut verwenden, verlangen Monsanto und Co
für
ausgekreuzte Gentechpflanzen Lizenzgebühren“, so ödp-Kreisrat
Alfons Lobinger. Die Risiken des Genanbaus für Mensch und Natur
sind nicht kalkulierbar, nicht versicherbar und nicht rückholbar.
Endlich
– es wird gehandelt!
Schnappauf
will unbegrenzte Raserei auf Autobahnen beenden!
Auf
Anraten international anerkannter Verkehrs- und Klimaschutzexperten
hat der bayerische Umweltminister Schnappauf ein sofortiges
Tempolimit auf den Autobahnen verfügt. Es gelte Leben zu retten,
Leid zu verhindern und die schwere Schädigung des Klimas
abzumildern.
Schnappauf
stoppt Ausbringung genveränderter Organismen auf Staatsgütern!
Auf
Anraten international anerkannter Biologen und Agrarwissenschaftler
hat der bayerische Umweltminister Schnappauf die Ausbringung von
genveränderten Organismen auf Gütern des Freistaates
gestoppt. Es gelte langfristige Risiken für die
Artenstabilität
und die Gesundheit von Mensch und Tier zu begrenzen.
Schnappauf
stoppt AKW und Atommüll-Zwischenlager!
Auf
Anraten von internationalen Sicherheits-Experten hat Umweltminister
Schnappauf den weiteren Betrieb von Atomkraftwerken und
Atommüllzwischenlagern im Freistaat gestoppt. Es gelte die
Gefahr einer großräumigen atomaren Verstrahlung Bayerns zu
verhindern.
Schnappauf
setzt strenge Grenzwerte für Mobilfunk durch!
Auf
Anraten internationaler Strahlungsexperten hat der bayerische
Umweltminister Schnappauf strenge Grenzwerte für den Betrieb von
Mobilfunkanlagen durchgesetzt. Es gelte schwere Schäden für
die Gesundheit des Menschen, insbesondere von Kindern zu verhindern.
Schnappauf
stoppt Pläne für weitere Staustufen an der Donau!
Auf
Anraten von internationalen Experten für Gewässer- und
Hochwasserschutz, sowie aller großen europäischen
Naturschutzorganisationen hat der bayerische Umweltminister
Schnappauf die Pläne für einen Ausbau der Donau mit
weiteren Staustufen gestoppt. Es gelte irreparable Schäden
für
eines der letzten großen naturnahen Fluß-Ökosysteme
zu verhindern.
Schnappauf
verfügt Tierversuchsverbot mit Primaten an
Forschungseinrichtungen!
Auf
Anraten internationaler Ethik-Experten hat der bayerische
Umweltminister Schnappauf ein sofortiges Ende aller Experimente mit
Primaten an bayerischen Forschungseinrichtungen verfügt. Es
gelte eine schwere Missachtung der Rechte von Tieren sowie Schäden
für die ethische Entwicklung der menschlichen Zivilisation zu
verhindern.
Vorsicht:
Dies alles ist nicht eingetreten. Schnappauf gibt auf Anraten
einiger von ihm befragter internationaler Bärenexperten nur den
einen im Freistaat aufgetauchten Bären zum Abschuss frei. Alle
anderen ökologischen Großgefahren dürfen sich im
Freistaat weiterhin frei entfalten.
Der
ödp-Kreisverband Amberg-Sulzbach in Person seines
Kreisvorsitzenden Klaus Mrasek gratuliert uns allen zu einem wahrhaft
handlungsfreudigen Umweltminister!
Bürgerentscheid gegen "Fehlplanung"
suro. Der Kreisvorstand der ödp
ließ sich am letzten Mittwoch vor Ort über die beabsichtigte
Bebauung bei der Villa Max und das dazu gestartete Bürgerbegehren
vom Vorstand der Umweltschutz-Initiative informieren.
Walter Spies und Peter Zahn zeigten anhand der Pläne die
Größe des beabsichtigten Eingriffs auf. „Auf dem
Grundstück des Bauherren wird kaum ein Baum stehen bleiben“, so
Zahn, „denn was nach dem Plan zunächst verschont bleiben soll,
wird bald wegen der nötigen Feuerwehrzufahrt, dem Wurzelwerk, dem
Laubabfall oder der Sicht weichen müssen.“ Walter Spies sah auch
das städische Grün rundum in Gefahr: „Die Erfahrung zeigt,
daß ein Eingriff weitere nach sich zieht. Je weniger Natur
übrig bleibt, desto weniger wird als schützenwert betrachtet
und geopfert, zudem man sich dadurch auch der Verantwortung entledigt.“
Daß sich der Protest nicht gegen die Investition selbst richte,
sondern gegen den Standort, betonte Hans-Jürgen Haas: „So ein
Projekt wäre für Sulzbach ja durchaus richtig und wichtig,
aber es gibt dafür doch geeignetere Grundstücke, die
städtebaulich und vom Naturschutz her unkritisch wären.“
Der ödp-Kreisvorsitzende und Amberger Stadtrat Klaus Mrasek fand
es bedauerlich, dass solch ein innerstädtisches Biotop einem
Bauprojekt geopfert werden soll. „In der heutigen Zeit macht man so
etwas nicht mehr, Biotope sind gerade inmitten der Stadt besonders
wertvoll, unproblematische Bauplätze wären ja auch genug
vorhanden.“ Ebenfalls kein Verständnis für das Votum des
Sulzbach-Rosenberger Stadtrates, der gegen alle Gutachten dem
Bauvorhaben zugestimmt hatte, zeigte Kreisvorstandsmitglied Franz Kohl
aus Vilseck. „Die Stadträte werden sich fragen lassen müssen,
in welchem Interesse sie eigentlich handeln. Dem Gemeinwohl dient dies
wohl kaum.“
Werner Rother, Vorstandsmitglied aus Sulzbach-Rosenberg, stellte die
Rentabilität dieses Bauprojekt in Frage: „Diese Wohnungen werden
doch wohl um einiges teurer als in Sulzbach-Rosenberg üblich sein.
Bereits jetzt gibt es viele Leerstände in der Stadt.“ Auch die
Lage der geplanten Seniorenresidenz werfe viele Fragen auf. „Gerade
für alte Menschen ist die Verkehrsanbindung zu schlecht und der
Weg in die Stadt zu weit“, so Rother. Eine neue Bauruine sei das Letzte
was Sulzbach-Rosenberg brauche, das alte Storg-Gebäude und der
neue Einkaufs-Bunker am Bierhalsberg verschandeln die Stadt schon
genug.
Klaus Mrasek äußerte sich lobend zu dem Bürgerbegehren
und dem Engagement der Umweltschutz-Initiative. „Bürgerbegehren
und Bürgerentscheide haben in Bayern immer wieder dazu
geführt, dass Fehlplanungen und Fehlentscheidungen korrigiert
wurden. Die Sulzbach-Rosenberger Bevölkerung will eine Korrektur
dieser Stadtratsentscheidung. Dafür sprechen 1300 Unterschriften,
die innerhalb von zehn Tagen gesammelt wurden.
Informationen zum Bürgerbegehren und die Unterschriftliste zum
Herunterladen sind auf der Homepage der ödp www.oedp-amberg-sulzbach.de
<http://www.oedp-amberg-sulzbach.de/>enthalten.
Rekordarbeitslosigkeit in Amberg Ergebnis von
60 Jahren CSU-Herrschaft
Amberg. Bei ihrer Vorstandssitzung im
August setzten sich die Amberger Ökodemokraten mit aktuellen
Fragen der Kommunalpolitik auseinander. Zunächst ging Stadtrat
Klaus Mrasek auf die jüngsten Arbeitslosenzahlen ein. Hier zeige
sich eindrucksvoll, wie weit es mit der Wirtschaftskompetenz der CSU
tatsächlich her sei. Das Ergebnis von fast 60 Jahren
ununterbrochener CSU-Herrschaft in Amberg sei die höchste
Arbeitslosigkeit in der gesamten Oberpfalz. Daran werde auch die
jüngst im Stadtrat gegen die Stimmen von ödp und
Ausschussgemeinschaft beschlossene bloße „planerische Sicherung“
eines gemeinsamen Gewerbegebietes mit Ursensollen entlang der B 299
nichts ändern. „Mit dieser bürokratischen Worthülse soll
lediglich bemäntelt werden, dass die CSU mit ihrer
Stadtratsmehrheit auch weiterhin keinerlei konkrete Schritte zur
Realisierung eines gemeinsamen Gewerbegebietes mit Ursensollen
unternimmt, weil sie nach wie vor an ihrem nicht konkurrenzfähigen
Gewerbegebiet in Atzlricht festhalten will,“ erläuterte Mrasek die
Position der ödp zu dieser Frage.
Statt drei miteinander konkurrierende Gewerbegebiete in unmittelbarer
Nähe zueinander auszuweisen, so Mrasek, wäre die
CSU-Stadtratsmehrheit gut beraten, nun endlich klare Entscheidungen zu
treffen, die Ressourcen zu bündeln und mit aller Kraft ein
gemeinsames Gewerbegebiet mit der Gemeinde Ursensollen unmittelbar an
der A6 voranzutreiben.
Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Gottschalk beschäftigte sich mit
der äußerst wohlwollenden Behandlung eines NPD-Vertreters
bei einer Podiumsdiskussion zweier Ortsverbände der Amberger CSU
in der vorigen Woche. „Dass Rechtsradikale ihre rassistischen Thesen
bei einer CSU-Veranstaltung unwidersprochen verbreiten dürfen,
zeige, dass es innerhalb der CSU Kräfte gibt, bei denen der
Übergang zu rechtsextremem Gedankengut offensichtlich
fließend ist, oder wie läßt sich sonst erklären,
warum den Thesen eines NPD-Mannes von der Veranstaltungsleitung nicht
sofort widersprochen wurde und ihm auch noch Zeit für ein
Schlussstatement eingeräumt wurde?“
Stadtverbandssprecher Josef Witt begrüßte die
aufwändige Erneuerung des Spielplatzes an der
Friedlandstraße für 45.000 Euro. Er frage sich aber,
fügte Witt hinzu, wann nun endlich auch einmal der Stadtsüden
zum Zuge käme, nachdem im Dreifaltigkeitsviertel bereits 2004 ein
weiterer Spielplatz für 47.000 Euro saniert worden sei. Zwar habe
die Stadt 2005 nach langem Drängen des ödp-Stadtverbandes den
ehemaligen amerikanischen Spielplatz an der Steubenstraße
übernommen, doch seien seitdem dort nahezu sämtliche
Spielgeräte abgebaut und nicht ersetzt worden. Auf diese Weise
habe dieser Spielplatz für Kinder mittlerweile jede
Attraktivität verloren, obwohl er zu den größten und am
besten ausgestatteten in ganz Amberg gezählt habe, solange ihn die
US Army betrieben hatte. Auch auf dem Spielplatz an der
Bonhoefferstraße auf dem Gelände der ehemaligen Moehlkaserne
sehe es nicht viel besser aus. Dort seien seit einem Jahr eine defekte
Schaukel sowie die Tellerschaukel für größere Kinder
nicht erneuert worden. Doch auch hier werde die ödp nicht locker
lassen, bis ein Erfolg im Interesse der Kinder der südlichen
Stadtteile erreicht sei. Ein Ortstermin mit Baureferentin Martina
Dietrich sei bereits in Vorbereitung.
ödp
besichtigt Spielplätze mit Baureferentin Martina Dietrich
Amberg. Zu einem Ortstermin mit der städtischen Baureferentin
Martina Dietrich trafen sich die Mitglieder des ödp-Stadtverbandes
am Donnerstag auf dem Gelände des ehemaligen amerikanischen
Spielplatzes an der Steubenstraße. ödp-Sprecher Josef Witt
wies auf die bedrückende Leere des Geländes hin, auf dem sich
seit Frühjahr 2006 nur noch ein einziges Spielgerät befindet.
Dies zeige auf drastische Weise, dass es in den südlichen
Stadtteilen von Amberg einen Mangel an Spielplätzen mit einer
Ausstattung gebe, die auch für kleinere Kinder geeignet sei.
Baureferentin Dietrich erklärte zunächst, dass der Grund
für den fast vollständigen Abbau aller Spielgeräte an
der Steubenstraße in einer TÜV-Überprüfung ein
halbes Jahr nach der Anpachtung des Spielplatzes durch die Stadt Amberg
im Frühjahr 2005 zu sehen sei, die ergeben habe, dass die von den
Amerikanern übernommenen Spielgeräte nicht mehr deutschen
Sicherheitsanforderungen entsprächen. Da man derzeit noch nicht
wisse, wie es mit dem Gelände der Housing Area weitergehe, habe
man seitens der Stadt auf eine Reparatur der Spielgeräte ebenso
wie auf Neuanschaffungen verzichtet.
Frau Dietrich erläuterte dann den anwesenden ödp-Mitgliedern
das Spielplatzkonzept der Stadt Amberg, das die Erneuerung der
Spielplätze im gesamten Stadtgebiet in einem bestimmten Turnus
vorsehe, der unter anderem von der Kinderzahl in den jeweiligen
Stadtvierteln abhänge. Diese sei aber im D-Programm und im
angrenzenden Sebastiansviertel aufgrund der Bautätigkeit der
letzten Jahre tatsächlich besonders hoch. Insofern räumte
auch Frau Dietrich an, dass hier Handlungsbedarf besteht.
Bei der Erörterung der Frage nach konkreten
Lösungsmöglichkeiten war man sich schnell einig, dass es
unter den derzeit gegebenen Umständen nicht sinnvoll ist,
jährlich 5000 Euro Unterhaltskosten für einen brach liegenden
Spielplatz auszugeben. Dieses Geld sollte lieber für die
Anschaffung von Spielgeräten an benachbarten Standorten investiert
werden.
Stadtrat Klaus Mrasek machte jedoch deutlich, dass die ödp darauf
bestehe, dass auf dem Gelände der ehemaligen Housing Area in
Zukunft wieder ein großzügig dimensionierter Spielplatz
entstehen müsse, sobald die US-Armee das Gelände
endgültig freigebe und eine neue Bebauung möglich sei.
ödp-Sprecher Witt konkretisierte die Vorstellungen seiner Partei,
indem er ausführte, dass man gerade in einem Neubaugebiet eine
besonders für kleinere Kinder geeignete Ausstattung für
nötig halte und einen Standort, der durch die Anwohner
möglichst gut einsehbar sei, da damit auch der Gefahr des
Vandalismus am ehesten begegnet erden könne.
Als Zwischenlösung wünschte sich Witt die Aufstellung von
kleinkindertauglichen Spielgeräten auf dem Abenteuerspielplatz an
der Sophie Scholl-Straße und stieß mit diesm Anliegen auch
bei Baureferentin Dietrich auf offene Ohren. Im Gegenzug erklärte
der ödp-Stadtverbandes seine Bereitschaft, die Patenschaft
für diesen Spielplatz solange zu übernehmen, bis eine neue
Anlage in der ehemaligen Housing Area fertiggestellt sei. Dieser
Standort liege der ödp aufgrund seiner zentralen Lage zwischen
D-Programm und Sebastiansviertel auch weiterhin besonders am Herzen.
Herr Frank und Frau Dietrich (Bildmitte) vom Bauamt der Stadt
Amberg erläutern den ödp-Vorstandmitgliedern Mrasek (ganz
rechts), Witt und Gottschalk (vierter und fünfter von
rechts) das Spielplatzkonzept der Stadt Amberg.
ödp übernimmt Spielplatzpatenschaft
Amberg. Im Ringen um die Wiederbelebung des ehemaligen amerikanischen
Spielplatzes an der Steubenstraße konnte die ödp nun einen
ersten greifbaren Erfolg für die Kinder im D-Programm und im
Sebastiansviertel erzielen. Da die künftige Nutzung der ehemaligen
Housing Area noch immer nicht geklärt ist, wird die Stadt
zunächst den nahegelegenen Spielplatz an der
Sophie-Scholl-Straße aufwerten und mit mehreren Spielgeräten
ausstatten, die besonders auch für Kinder unter sechs Jahren
geeignet sind. In Gesprächen mit Oberbürgermeister Wolfgang
Dandorfer, Baureferentin Martina Dietrich und Herrn Frank vom Team
Grün im Baureferat konnte der ödp-Stadtverband erreichen,
dass im kommenden Jahr die Schaukel erneuert wird und zusätzlich
ein Karussell, eine große Federwippe und drei Reckstangen
aufgestellt werden. Im Gegenzug hat die Amberger ödp die
Patenschaft für diesen Spielplatz übernommen.
ödp-Sprecher Josef Witt, der auch im Viertel wohnt, fungiert
künftig als Ansprechpartner für eventuelle
Beschädigungen und sonstige auftretende Probleme (Telefon: 320
301). Dessen ungeachtet hält der ödp-Stadtverband an seiner
Forderung fest, dass bei einer Überplanung des Geländes der
Housing Area der dortige Spielplatz in seiner bisherigen
Größe erneuert werden muss, da in dieser zentralen Lage im
Süden Ambergs aufgrund des Zuzugs vieler junger Familien bereits
jetzt ein großer Bedarf besteht.
ödp: Große Koalition spielt die
Eltern gegeneinander aus
Die ödp fordert sofortige
Beendigung des unverschämten Taktierens mit dem
Geld der Eltern!
Das peinliche, unverschämte und ungerechte Taktieren der
Großen Koalition mit dem Geld der Eltern muss sofort beendet
werden, fordert Klaus Mrasek, der Vorsitzende des
ödp-Kreisverbandes Amberg-Sulzbach. Mrasek verweist darauf, dass
einerseits von SPD-Seite gefordert werde, das Kindergeld zu
kürzen, um öffentliche Kinderbetreuung zu bezahlen,
obwohl das Kindergeld den Eltern als Ausgleich für die
verfassungswidrige Besteuerung des Existenzminimums der Kinder zusteht.
Andererseits schiebe die CDU-Ministerin von der Leyen zuvor gut
verdienenden Müttern ein Elterngeld zu, das durch Kürzung
bzw. Streichung des Erziehungsgeldes für ärmere Mütter
finanziert wird.
Studentinnen, Arbeitslose und Mütter, die bereits vorhandene
Kinder erziehen, werden damit zugunsten besser verdienender Frauen
wesentlich schlechter gestellt. Dieses Prinzip, bei dem jeweils eine
Gruppe von Eltern auf Kosten einer anderen Gruppe zu Schaden kommt,
obendrein noch als familienpolitische Leistung verkaufen zu wollen ist
einfach skandalös und wird verständlicherweise bei vielen
Eltern zu Frust und Entmutigung führen, so Mrasek.
Ziel müsse es sein, den Eltern in Form eines Erziehungsgehaltes
die Existenzgrundlage zu sichern, um ihre Kinder selbst erziehen zu
können, sofern sie das wollen. Wenn sich beide Eltern in ihrer
Erwerbstätigkeit verwirklichen wollen, könne das
Erziehungsgehalt für die außerhäusliche Betreuung ihres
Kindes verwendet werden. Insbesondere in den ersten
Lebensjahren sei ein enger emotionaler Kontakt zu Vater oder Mutter
wichtig für die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit,
fuhr Mrasek fort.
Der Drechselberg ist nun Thema im Landtag
Amberg-Sulzbach. Ganz oben auf der Tagesordnung der letzten Sitzung des
ödp-Kreisvorstandes in Amberg im Gasthof "Zur alten Kaserne" stand
die Mobilfunkproblematik in Vilseck. Der Vilsecker
ödp-Ortsvorsitzende Franz Kohl gab einen kurzen Überblick
über die letzten zwei Jahre seit Eingang eines Bauantrages zur
Errichtung eines 70 Meter hohen Gittermastes am Drechselberg.
Über ein
Gutachten der LGA hat der Stadtrat versucht, zu einem
Mobilfunkstandortkonzept zu gelangen. Die letzten
Stadtratsbeschlüsse in Sachen Mobilfunk zeigen, dass dies
fehlgeschlagen ist. Anfangs konnte die beauftragte Gutachterin viele
Stadträten mit fragwürdigen Thesen für ihr Konzept
gewinnen, was zur Folge hatte, dass der Stadtrat mehrheitlich den
Bauantrag nicht länger verhindern wollte. Im Laufe der Zeit haben
sich aber vermehrt Widersprüche im Konzept von Frau Dr. Heinrich
gezeigt. Ihre Thesen haben sich als nicht haltbar herausgestellt, was
Frau Dr. Heinrich scheibchenweise auf verschiedenen Veranstaltungen
einräumen musste. So hat sich u.a. herausgestellt, dass neben dem
Standort Drechselberg in Vilseck weitere Mobilfunkstandorte nötig
sind. Auch ihre Aussagen zur Belastung der Bevölkerung mit
elektromagnetischen Feldern und dem Nichtvorhandensein von Radar am
Drechselberg haben verwundert. Der Mobilfunkexperte der Kreis-ödp
Werner Rother, der Ingenieur für Nachrichtentechnik ist,
führte aus, dass er im Gegensatz zu Frau Heinrich im Frühjahr
sehr wohl Radar gemessen habe. Das bedeutet, dass bereits jetzt am
beabsichtigten Standort Überschneidungen vorhanden sind. Auf dem
Höhenzug treffen Radar, Mobilfunk und Bahnfunk zusammen. Solche
Überschneidungen gilt es nach Frau Dr. Heinrich gerade zu
vermeiden. Als die Befürworter des Standortes im Stadtrat
schließlich erkannt hatten, dass das Konzept von Frau Dr.
Heinrich nicht ihren Zielen entspricht, kehrten sie zur ihrer
ursprünglichen Ablehnung zurück und lehnten den Bauantrag
wegen entgegenstehender öffentlicher Belange einstimmig ab.
Franz Kohl wies
allerdings darauf hin, dass das Landratsamt jetzt beabsichtigt, das
Einvernehmen der Stadträte zu ersetzen. Es könne doch nicht
sein, so Kohl, dass die Versäumnisse der Gutachterin und die
daraus resultierende Verwirrung der Stadträte nun gegen die Stadt
verwendet wird. Eine Genehmigung des Landratsamtes hätte
verheerende Auswirkungen für Vilseck, da dann das Landschaftsbild
unwiderruflich zerstört werde und mittelfristig trotzdem weitere
Mobilfunkstandorte nötig würden. Auch der Kreisheimatpfleger
und das Landesdenkmalamt lehnen den Standort strikt ab und stützen
die Ablehnung des Stadtrates, berichtete der Ortsvorsitzende aus
Vilseck.
Kreisvorsitzender
Klaus Mrasek verwies in diesem Zusammenhang auf ein Zitat des
CSU-Landtagsabgeordneten Heinz Donhauser in der Parlamentszeitung, als
2005 das Volksbegehren zum Mobilfunk lief. Donhauser erklärte
damals wörtlich: "So soll auch in Zukunft unser Landschafts- und
Städtebild nicht von Masten dominiert werden, sondern die Lebens-
und Liebenswürdigkeit unserer bayerischen Heimat erhalten bleiben."
Franz Kohl
erinnerte daran, dass die BI Mobilfunkgegner Gittermast Drechselberg
eine Petition im Landtag eingereicht haben und es sich bald zeigen
wird, welches Gewicht dieser Aussage zugemessen werden kann. Er
äußerte die Hoffnung, dass die fragwürdigen Thesen von
Frau Dr. Heinrich in München durchschaut werden und der Ausschuss
für Umwelt- und Verbraucherschutz die Petition unterstützt.
Der CSU-Landtagsabgeordnete Franz Kustner habe sich dankenswerterweise
bereit erklärt, einen Ortstermin des Umwelt- und
Verbraucher-aus-schusses zu organisieren. Dann könnten sich die
Mitglieder des Ausschusses von der Liebenswürdigkeit der
Landschaft und der einzigartigen Silhouette der historischen Altstadt
vor Ort überzeugen, schloss der Vilsecker Ortsvorsitzende.
ödp
unterstützt Becksteins Verbots-Forderung
Der
Vorstoß des bayerischen Innenministers Beckstein zum Verbot
menschenverachtender Computerspiele findet den Beifall und die
Unterstützung der ödp. Der ödp Landesvorsitzende
Bernhard Suttner hatte bereits am 6. November an Bayerns Minister
Christa Stewens und Siegfried Schneider geschrieben und darin einen
wirksameren Jugendschutz bei derartigen Computerspielen gefordert. Der
Amberger ödp-Kreisvorsitzende Klaus Mrasek meint dazu: "Daß
"Spiele", in denen es darauf ankommt, möglichst viele Menschen in
realistischer Darstellung zu töten oder Weltkriege nachzuspielen,
in unserem Land bislang frei verkauft werden dürfen, ist ein
Skandal. Allein aus moralischen Gründen ist so ein Verbot
nötig, dazu braucht es keine ausführlichen psychologischen
Studien über mögliche Folgen."
Denn so ein
Verbot schade niemandem, so der ödp-Vorsitzende, außer
denen, die auf diese zynische Art Geld verdienen. "Oder ist es wieder
einmal so, dass die Politik die Möglichkeiten, auf jede Art Gewinn
zu machen, mehr schützt, als das Wohlergehen unserer Jugend?"
fragt sich Mrasek. Da die Selbstkontrolle der Industrie (USK) hier
völlig versagt hat, fordert der Kreisvorsitzende eine
unabhängige Institution zur Altersfreigabe von Software.
Natürlich genüge dies allein nicht: "Außerdem brauchen
wir eine flächendeckende Schulsozialarbeit, um gefährdeten
Jugendlichen rechtzeitig und fachkundig helfen zu können. In den
Schulen ist außerdem die Medienkompetenz der Jugendlichen zu
stärken," fordert Mrasek.
Vor der Entscheidung im Januar:
ödp verlangt von CSU-MdEP Albert Deß
klare Position gegen Förderung der grünen Gentechnik:
Der ödp Kreisverband Amberg-Sulzbach hat den
CSU-Europaabgeordneten Albert Deß in einem Schreiben zu einer
klaren Position gegen die im Januar anstehende Entscheidung zur Nutzung
der landwirtschaftlichen Gentechnik aufgefordert. Das Europaparlament
wird Anfang des Jahres über einen Initiativbericht des
Agrarausschusses befinden, der nach Ansicht des
ödp-Kreisvorsitzenden Klaus Mrasek „der Gentechnik trotz aller
Widerstände bei Bauern und Verbrauchern zum Durchbruch verhelfen
soll“.
In dem vorliegenden EU-Entwurf werde das „Lissabon-Ziel“ der Schaffung
von 20 Mio. neuen Arbeitsplätzen propagandistisch mit der
grünen Gentechnik in Zusammenhang gebracht und auch das
Märchen von der Hilfe für die Armen der Welt durch Gentechnik
erneut bemüht: „In Indien bringen sich zu tausenden die Bauern um,
weil ihre Felder durch Gentechnik verdorben wurden - und im
Europaparlament werden die Propagandalügen der Gentechnik-Konzerne
aufgetischt“, empört sich Mrasek.
Natürlich werde auch die unhaltbare Behauptung von der friedlichen
Koexistenz zwischen Bio-Höfen, traditionell-konventionellen
Landwirten und GVO-Landwirtschaft erneuert. Besonders problematisch sei
aber die Forderung nach europaweiter Beschleunigung und
Vereinheitlichung der Genehmigungsverfahren. „Damit haben nationale
Regelungen keine Chance mehr; Österreich und andere
Gentechnikkritiker sollen so ausgetrickst werden.“
Der ödp-Kreisvorsitzende sieht dringenden Handlungsbedarf seitens
der bayerischen Europaabgeordneten: „Es besteht jetzt erhebliche Gefahr
für den Bestand der bayerischen Landwirtschaft. In unserer
kleinräumigen Struktur kann es keine Koexistenz sondern nur ein
Entweder–Oder geben. Das sieht mittlerweile angeblich auch CSU-General
Söder so; er sollte jetzt ein ernstes Wort mit seinen
Parteifreunden im EU-Parlament reden“, meint Klaus Mrasek.
