Pressespiegel der ödp Amberg-Sulzbach
2005
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Offene Kreisvorstandsitzung zum Mobilfunk

Vilseck. Aufgrund der aktuellen Diskussion um den geplanten Mobilfunksender auf dem Drechselberg organisierte der ödp-Kreisvorstand erstmals eine offene Kreisvorstandssitzung in Vilseck. Kreisvorsitzender Klaus Mrasek konnte zahlreiche Besucher im Gressenwöhrer Schützenheim begrüßen. Zu Beginn berichtete er über die Aktivitäten der ödp im Landkreis in Sachen Mobilfunk. Das Positivstandortkonzept, wie es die Oberste Baubehörde schon 2001 den unteren Baubehörden vorgestellt hatte, sollte gerade auch in Vilseck mit seinen besonders schützenswerten öffentlichen Belangen, wie Burg, Bergkirche und Lindenallee umgesetzt werden können. Unter einem positiven Standortkonzept verstehe man die baurechtliche Möglichkeit einer Gemeinde, die Standorte von Mobilfunkanlagen zu steuern, indem sie sogenannte positive Standortzuweisungen im Flächennutzungsplan trifft und damit besonders schützenswerte Landschaftsteile von Mobilfunkmasten freihalten kann, so Mrasek.
Die Entscheidungen des Stadtrates in letzter Zeit ließen jedoch unter den Besuchern der Veranstaltung Zweifel aufkommen, ob es in Vilseck dazu kommen wird. Zum einen wurde im LGA-Gutachten nur das halbe Gemeindegebiet untersucht und zum anderen wurden bis heute keine Messungen vorgenommen, um die bestehende Versorgungssituation und den Bedarf für weitere Mobilfunkanlagen zu ermitteln. Das LGA Gutachten enthält hauptsächlich Berechnungen von Immissionswerten für den geplanten Gittermast, wusste ödp- Kreisschatzmeister Franz Kohl zu berichten. Werner Rother und Josef Witt, die ebenfalls im Kreisvorstand der ödp aktiv sind und die letzte Stadtratssitzung in Vilseck besucht hatten, konnten von erstaunlichen Aussagen berichten. So sind laut Aussage der Gutachterin Dr. Heinrich trotz zweier anderslautender Stadtratsbeschlüsse bis jetzt keine Messungen vorgenommen worden. Frau Dr. Heinrich konnte auf konkrete Nachfrage von Stadträten nicht ausschließen, dass bei steigender Nachfrage nach Mobilfunkleistungen weitere Sendemasten im Stadtgebiet erforderlich sein werden, auch innerhalb reiner Wohngebiete wie dem Vilsecker Süden rund um das Schwimmbad. Ebensowenig steht fest, dass die bestehenden Sendeanlagen im Industriegebiet abgebaut werden, falls ein neuer 70 Meter hoher Sendeturm auf dem Drechselberg errichtet werden sollte. Diese Aussagen der Gutachterin lösten einige Überraschung im Stadtrat aus, war man doch bis dahin davon ausgegangen, gerade mit dem Standort Drechselberg würden weitere Türme im Stadtgebiet überflüssig. Wegen des Argumentes, Überschneidungen seien zu vermeiden, wie die Gutachterin in ihrem Vortrag am 29. September 2005 mehrmals betont hatte, will die Stadt Vilseck ja auf Standortkombinationen verzichten und der Stadtrat schien bisher dafür auch bereit zu sein, den Drechselberg als Standort für nur einen Sendeturm zu „opfern“. Aufgrund dieser für viele Stadträte überraschenden Neuigkeiten wurde die Abstimmung in Sachen Mobilfunk zunächst zurückgestellt. Messungen der tatsächlichen mobilfunkbedingten Strahlenbelastung sollen nun durchgeführt werden, sobald die Witterungslage dies erlaubt.
Klaus Mrasek äußerte die Befürchtung, dass zukünftig gerade wieder Sendeanlagen unter 10 Metern Höhe im Stadtgebiet errichtet werden, da diese keiner Baugenehmigung bedürfen und der geplante Turm auf dem Drechselberg nicht dauerhaft für die Mobilfunkversorgung der Ortschaften Vilseck, Schlicht, Sorghof und des Südlagers ausreichen dürfte. Solche relativ niedrigen Sendemasten können aber zu Überschneidungen führen und werden aus Immissionsgründen vielfach als bedenklich eingestuft.





Kreisverband der ödp fordert Familien und gewerblichen Mittelstand zum Protest bei CSU und Staatsregierung auf:
Mrasek: „Mehrwertsteuer ist Familien-Strafsteuer und Anreiz zur Schwarzarbeit!“

Die geplante massive Erhöhung der Mehrwertsteuer ist nach Ansicht des Kreisvorsitzenden der ödp Klaus Mrasek eine Kampfansage der großen Parteien an die Familien und den gewerblichen Mittelstand: „Nicht nur für Kleinrentnerinnen und Arbeitslose sondern vor allem auch für alle Eltern ist die erhöhte Mehrwertsteuer eine Zumutung: Da Kinder unausweichlich einen gewissen Mehrkonsum alltäglicher Dinge verursachen, kann man die Mehrwertsteuer als echte Familien-Strafsteuer bezeichnen. Außerdem ist sie das wirksamste Mittel zur Förderung der Schwarzarbeit und gefährdet daher die Existenz vieler kleiner Handwerksbetriebe samt
der dort bestehenden Arbeitsplätze.“

Mrasek appelliert deshalb an die sich stets besonders familien- und mittelstandsfreundlich gebende Bayerische Staatsregierung und an die CSU, diesen verhängnisvollen Weg nicht zu gehen. Zur Sanierung der Staatsfinanzen gebe es andere wirksame Möglichkeiten, die aber von einer „höchst aktiven Lobby der ökonomisch Starken“ stets verhindert würden: „Es ist ein anhaltender Skandal, dass der Staat auf die Mineralölsteuer beim umweltschädlichsten Verkehrsmittel Flugzeug verzichtet, dass internationale Flugtickets ganz ohne Umsatzsteuer verkauft werden, dass die Atomkonzerne ihre Gewinne aus Milliarden-Rückstellungen nicht voll versteuern müssen, dass private Veräußerungsgewinne (Aktien!) und Kapitalerträge gar nicht oder nur minimal besteuert werden und dass die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland steuerlich auch noch gefördert wird.“

Besonders empört Mrasek die gleichzeitig bekannt gewordene Absicht der neuen Bundesregierung, eine Transrapidstrecke zu bauen: „Mit der erhöhten Mehrwertsteuer auf Schulhefte und Babywindeln soll offensichtlich ein absolut überflüssiges Prestigeprojekt einiger Großkonzerne subventioniert werden – das ist schlicht abstoßend!“


100 000 Postkarten zum Amtsantritt

Anlässlich der Fürther Ärztetagung „Mobilfunk und Gesundheit“: ödp kündigt neue Aktion zur Senkung der Mobilfunk-Grenzwerte an
Der neue Bundesumweltminister bekommt zum Amtsantritt 100.000 Postkarten
Die bayerische ödp will dem designierten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gleich nach seinem Amtsantritt mindestens 100.000 Aktionspostkarten schicken, mit denen Bürgerinitiativen, Ärzte und Apotheker eine Senkung der Mobilfunk-Grenzwerte fordern. Das kündigte ödp-Kreisvorsitzender Klaus Mrasek anlässlich der an diesem Samstag in Fürth veranstalteten Ärztetagung „Mobilfunk und Gesundheit“ an. „Der Kreisverband Amberg-Sulzbach wird zu dieser Aktion einen beachtenswerten Beitrag liefern“, so Mrasek.
Zahlreiche Unterstützer des Volksbegehrens „Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" vom Juli diesen Jahres hätten gegenüber der ödp auch die Beteiligung an der aktuellen Aktion angekündigt. „Wir wollen die neue Regierung in Berlin daran erinnern, dass im Juli beim Mobilfunk-Volksbegehren allein in Bayern 400.000 Wahlberechtigte - darunter über 1700 Bürger aus der Stadt Amberg und über 4700 Bürger aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach - mehr Gesundheitsvorsorge gefordert haben“, erklärte Mrasek. Die ödp werde auch nach dem Volksbegehren „an diesem Thema dran bleiben“.



EINKAUFSTAG EINE INTERESSANTE IDEE

„Eine interessante Idee“ nennt ödp-Sprecher Josef Witt den Vorschlag der Amberger Park- und Werbegemeinschaft für einen koordinierten „Amberger Einkaufstag“, an dem die zahlreichen Einzelhandelsgeschäfte in der Innenstadt durch Preisaktionen und Sonderveranstaltungen für sich werben wollen. „Das wäre sicherlich ein wirksamer Schritt zur Stärkung des Verkaufsstandortes Innenstadt. So etwas ist auch ein Beitrag zur Erhaltung des besonderen historischen Ambientes der Amberger Altstadt, um das uns viele Auswärtige beneiden,“ so Witt. Auch ödp-Stadtverbandsvorsitzender Gottschalk begrüßt den Plan der PWG: „Eine solche Aktion, die von den Einzelhändlern selbst initiiert wird, wäre auch ein Signal, dass es pfiffigere Wege gibt, um Kunden zu gewinnen und Arbeitsplätze zu sichern, als immer weitere Gewerbegebiete auf der grünen Wiese auszuweiten, die dann zur allseits beklagten Verödung der Innenstadt beitragen.“ Gerne sei die ödp auch bereit, im Stadtrat die Forderung der PWG nach einer zwei Stunden kostenlosen Parkens in der Innenstadt am Einkaufstag zu unterstützen, wenn sie damit zur Umsetzung des Konzepts in einer Probephase beitragen könne.



CSU BEIM NACHTFAHRVERBOT NICHT GLAUBWÜRDIG

„Kaum ist die Bundestagswahl vorbei, lässt die Regierung Stoiber nun bald wieder die endlosen Lkw-Kolonnen durch Ammersricht dröhnen.“ So fasst ödp Sprecher Josef Witt die Konsequenzen der Ablehnung des auch von der ödp immer wieder geforderten Nachtfahrverbots auf Staatsstraße Amberg-Hirschau durch die Regierung der Oberpfalz zusammen.“ Unglaubwürdig ist dabei freilich, wenn nun ausgerechnet CSU-Stadtrat Preuß, der selbst Ammersricht vor einigen Jahren den Rücken gekehrt hat, Krokodilstränen über die Entscheidung der Regierung vergießt und ihr „Grobheit und Unsportlichkeit“ vorwirft.
„Wir gehen davon aus, dass den Ammersrichtern durchaus bewusst ist, wem sie die nächtliche Lkw-Lawine mitten im Ort zu verdanken haben,“ so Witt.  Die ablehnende Haltung der CSU zu einem Nachtfahrverbot auf der Staatsstraße 2238 und auf der anschließenden B14 hat Innenminister Beckstein nämlich bereits im Januar 2005 deutlich gemacht. Interessanterweise begründete Beckstein seine ablehnende Haltung damals nicht mit rechtlichen, sondern mit rein wirtschaftlichen Erwägungen, den angeblich zerstöre ein Nachtfahrverbot auf B14 und St2238 die Attraktivität der Region als Wirtschaftsstandort. „Im Klartext heisst das, dass die von der CSU gestellte Staatsregierung den Interessen osteuropäischer Spediteure Vorrang vor der Gesundheit der Schnaittenbacher, Hirschauer und Ammersrichter einräumt,“ folgert ödp-Sprecher Witt. Stadtverbandsvorsitzender Gottschalk greift einen weiteren Aspekt des Problems auf: „Man fragt sich jetzt natürlich, wie weit es eigentlich her ist mit dem vor jeder Wahl beschworenen guten Draht der Amberger CSU „nach oben“, also in den Landtag und zur Staatsregierung. Warum schweigt MdL Donhauser so hartnäckig zur Frage des Nachtfahrverbotes? Liegt es daran, dass er in München eh‘ nichts bewegen kann, oder liegt ihm nichts daran, der nächtlichen Lkw-Lawine durch Ammersricht Einhalt zu gebieten?“



PÜNKTLICH ZUM BEGINN DES SCHULJAHRES:
BEI ÖDP-VERLOSUNG BÜCHERGELDERSTATTUNG ZU GEWINNEN

Wer über die Homepage des ödp-Landesverbandes (www.oedp-bayern.de) per e-mail bei der CSU-Landtagsfraktion gegen die Einführung des Büchergeldes protestiert, kann das zu bezah-lende Büchergeld von der ödp per Verlosung erstattet bekommen. „Es ist eine bodenlose Frechheit, wie die CSU wieder einmal den Familien neue Belastungen aufbürdet. Das spricht all ihren Lippenbekenntnissen zur Stärkung von Familien Hohn“ erbost sich der stellvertretende Kreisvorsitzende der ödp, Gerhard Gottschalk.
Ein Skandal sei die Erklärung von Staatssekretär Freller im Landtag gewesen, der den Eltern pauschal unterstellt hat, den Kindern teure Klingeltöne fürs Handy zu bezahlen, aber für die Bildung kein Geld ausgegeben zu wollen. „Wer auf der einen Seite den Mobilfunkbetreibern
Tür und Tor öffnet, um auch schon den Kleinsten die Notwendigkeit eines Handys einzureden und gleichzeitig die Eltern kritisiert, wenn sie von diesen Werbekampagnen der Mobilfunkbetreiber erdrückt werden, der hat den letzten Funken Glaubwürdigkeit verspielt," bemerkt Gottschalk.
„Weiterhin zeugt es von absolutem Zynismus in den Reihen der Landtags-CSU, wenn sie von den Familien, die bereits vor dem Arbeitsamt den Offenbarungseid leisten müssen, auch noch verlangt, in der Schule die Hosen runterzulassen,“ so Gottschalk. “Die Damen und Herren der CSU-Fraktion wissen gar nicht, was sie den Eltern, aber auch den Kindern antun, wenn diese ihrem Lehrer eine Bescheinigung des Arbeitsamtes unter die Nase halten müssen, um vom Büchergeld befreit zu werden, weil die Eltern arbeitslos sind."
ödp-Kreisvorsitzender Klaus Mrasek kritisiert darüber hinaus die bürokratische Lawine, die zum Schul-jahresbeginn auf die Schulen zu rollen wird. „Das Kultusministerium selbst rechnet mit 300.000 Befreiungsanträgen jährlich. Einer Ersparnis von 15 Millionen Euro für den Freistaat steht nach einer Schätzung des bayerischen Städtetages neben den Kosten für die Eltern in gleicher Höhe ein Verwaltungsaufwand von ca. 2 Millionen Euro für die Kommunen gegenüber. Diese Summe müsste nach dem Konnexitätsprinzip „Wer bestellt, zahlt auch“ eigentlich der Freisaat erstatten. Aber,“ so Mraseks Fazit, „wenn´s um den Griff in die Tasche des kleinen Mannes geht, ist der bayerischen Staatsregierung scheinbar kein bürokratischer Aufwand zu groß. Man fragt sich natürlich, warum die CSU in der Stadt Amberg und im Landkreis so einen Unfug mitträgt. Einzig der Amberger OB Dandorfer hat sich ganz vorsichtig distanziert. Warum nimmt die CSU in der Region keinen Einfluss auf die Staatsregierung und ihre eigenen Landtagsabgeordneten, obwohl sie sich doch sonst bei jeder Gelegenheit ihres guten Drahtes nach oben rühmt?“

WIE FAMILIENFREUNDLICH IST DIE CSU WIRKLICH?

Amberg. Mit dem Slogan „Familien besser stellen“ versuchte sich im MdB Lanzinger im CSU-internen Ringen um die Nominierung für die Direktkandidatur zum Bundestag zu profilieren. Wie familienfreundlich ist die Politik der CSU aber wirklich? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Mittwoch die Amberger ödp-Spitze bei ihrem ersten Treffen nach der Sommerpause. „Während JU, ex-MdL Geiss-Wittmann und Frau Lanzinger im Wahlkampf allesamt publikumswirksam nach einer besseren Familienförderung rufen, zockt ihre Partei pünktlich zum Schuljahresbeginn alle Familien mit schulpflichtigen Kindern ab. Das Büchergeld belastet eine Familie mit zwei Kindern mit bis zu 80 Euro im Jahr. Und man kann es nur zynisch nennen, wenn Kultusstaatssekretär Freller dieses Abkassieren mit dem pauschalen Hinweis rechtfertigen will, dass Eltern ihren Kindern schließlich auch teuere Klingeltöne fürs Handy finanzieren, aber für die Bildung kein Geld ausgeben wollen. Wer auf der einen Seite den Mobilfunkbetreibern Tür und Tor öffnet, um auch schon den Kleinsten die Notwendigkeit eines Handys einzureden und gleichzeitig die Eltern kritisiert, wenn sie sich von diesen Werbekampagnen der Mobilfunkbetreiber erdrücken lassen müssen, der hat
seine Glaubwürdigkeit restlos verspielt," erklärte dazu Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Gottschalk.
Damit aber nicht genug: Unions-Kanzlerkandidatin Merkel hat bereits angekündigt, dass sie nach der Wahl die Mehrwertsteuer um 2% erhöhen wird. „Diese Steuererhöhung wird wiederum Familien mit Kindern besonders hart treffen, denn sie können ihren Verbrauch von Gütern des täglichen Bedarfs kaum einschränken. Dies fängt bei Windeln an und endet bei Lebensmitteln“, so ödp-Stadtrat Klaus Mrasek. Insofern sei die Aussage von MdL Kustner richtig, dass diejenigen Menschen in Deutschland, die dazu bereit seien, Kinder groß zu ziehen, „Probleme bekämen“: diese würden ihnen nämlich nicht zuletzt durch die von Kustner mitbeschlossenen Gesetze des bayerischen Landtags eingebrockt.
Auch mit dem neuen Kindertagesstättengesetz würden insbesondere Familien in ländlichen Regionen belastet, ergänzte ödp-Sprecher Josef Witt. Denn nach diesem Gesetz seien in Bayern nur noch mehrgruppige Kindergärten mit mindestens 25 Kindern pro Gruppe auf Dauer finanziell überlebensfähig. „Angesichts der Bevölkerungsentwicklung können aber schon heute manche Kindergärten in kleineren Gemeinden diese Vorgaben nicht erfüllen. Wie aber sollen mit immer mehr Kindern pro Gruppe die ehrgeizigen Ziele des neuen Bildungs- und Entwicklungsplanes erfüllbar sein? Hier werden junge Eltern von der CSU systematisch für dumm verkauft,“ betonte Witt.
Angesichts der bisherigen familienfeindlichen Maßnahmen von CDU und CSU dürfe man gespannt sein, was von dem Versprechen der Union, einen Steuerfreibetrag in Höhe von 8000 Euro pro Kind einzuführen, noch übrig bleibe, wenn die Bundestagswahl erst einmal vorbei sei und die nächsten Haushaltslöcher sichtbar würden. Deshalb empfiehlt ödp-Chef Gottschalk den Anhängern seiner Partei, ihre Stimme diesmal der Familienpartei zu geben, die bei diesem Thema wesentlich glaubwürdiger ist als CDU und CSU.


ödp verteilt zum Schulanfang Postkarten gegen das neue Büchergeld
Eltern sollen der CSU-Landtagsfraktion die Meinung sagen - ödp übernimmt für drei Familien Büchergeld

Am 13.9. ist Schulanfang in Bayern. Erstmals müssen die Schülereltern Büchergeld zahlen. Nach Ansicht der ödp ist das „familienfeindlich“. Deshalb startet der ödp Kreisverband Amberg-Sulzbach eine Postkartenaktion an die CSU-Landtagsfraktion. Wer mitmacht, kann dabei sogar das Büchergeld ersetzt bekommen. Die ödp lost landesweit unter allen Teilnehmern drei Familien aus, denen sie das Büchergeld bis zur nächsten Landtagswahl aus ihrer Parteikasse ersetzen will. Einsendeschluss ist der 1. November.
"Ich empfinde die Einführung von Büchergeld durch die CSU-Landtagsmehrheit als weitere Belastung der Familien. Die bestmögliche Ausbildung der Kinder ist die wichtigste Investition des Staates in die Zukunft und darf nicht zur weiteren Verarmung der Familien mit Kindern führen“, begründet der ödp-Kreisvorsitzende Klaus Mrasek die Aktion. Bildungseinrichtungen vom Kindergarten bis zu den Regelabschlüssen an weiterführenden Schulen sollten deshalb nach Ansicht der ödp gebührenfrei sein.
Das neue Büchergeld passt nach Ansicht der Amberg-Sulzbacher ödp auch „überhaupt nicht“ mit den steuer- und nachweisfreien Aufwandspauschalen der Politiker zusammen. Mrasek: „Ich bin vor allem empört, dass sich die Landtagsabgeordneten weiterhin ihre eigenen Arbeitsmittel mit 2.800,-- EUR monatlicher Aufwandspauschale aus der Staatskasse bezahlen lassen, aber die Lernmittelkosten für Schulkinder als nicht mehr tragbare Staatsausgaben eingespart werden sollen. Kinder sind kein Luxus, sie sind die Zukunft unseres Landes!"
Die Postkarten können telefonisch unter 09621/33248 oder per Email unter info@oedp-amberg-sulzbach.de angefordert werden.


ÖDP: NEUER MOBILFUNKMAST IN SULZBACH ZEIGT NOTWENDIGKEIT DES VOLKSBEGEHRENS

Sulzbach-Rosenberg. Auf der jüngsten Kreisvorstandssitzung der ödp in Sulzbach-Rosenberg ging Kreisvorsitzender Klaus Mrasek auch auf die Kontroverse um die Aufstellung eines neuen Mobilfunkmastes in Sulzbach-Rosenberg ein. Selbst er sei erstaunt, wie schnell sich die Notwendigkeit des von der ödp initiierten Volksbegehrens für einen gesundheitsverträglichen Mobilfunk vor Ort bestätigt habe. Einer der wesentlichen Punkte des im Juli an der 10%-Hürde gescheiterten Volksbegehrens sei es gewesen, eine Baugenehmigungspflicht für Mobilfunkmasten auch unter 10 Meter Höhe einzuführen. Wenn sich in Sulzbach-Rosenberg wie auch im übrigen Land genügend Bürger eingetragen hätten, hätte die Stadt Sulzbach-Rosenberg jetzt ein effektives Instrument, um gegen Mobilfunkmasten in Wohngebieten vorzugehen.
ödp-Vorstandsmitglied Franz Kohl aus Vilseck wies darauf hin, dass der Sulzbach-Rosenberger Bürgermeister Geismann im Gegensatz etwa zu seinem Parteifreund Gaßner aus Kümmersbruck das Volksbegehren nicht unterstützt habe, so dass die angebliche Hilflosigkeit der Stadt in diesem Fall durchaus hausgemacht sei. Auch sei es in Sulzbach-Rosenberg bisher versäumt worden, dem Beispiel anderer Gemeinden im Landkreis wie etwa Ebermannsdorf und Vilseck zu folgen und Vorbereitungen für die Ausweisung von Positivstandorten für Mobilfunksender zu treffen. „Scheinbar ist der Leidensdruck der Sulzbach-Rosenberger halt noch nicht groß genug“, so Kohls Folgerung.
Kreisvorsitzender Mrasek ergänzte, dass die Stadt Sulzbach-Rsoenberg selbst obendrein auch noch mit schlechtem Beispiel vorangehe: So seien bereits vor einiger Zeit getarnte Mobilfunkantennen auf stadteigenen Gebäuden, nämlich dem sogenannten „Haus der Bürgerdienste“ und dem Stadtturm, installiert worden. Hier könne sich die Kommune dann auch nicht darauf herausreden, dass man eben nichts machen könne.
Mrasek sah in dem aktuellen Sulzbacher Fall in der Asterstraße einen Modellfall für einen Trend, der nach dem Scheitern des Volksbegehrens für ganz Bayern vorhergesagt worden sei: der Netzausbau gehe unvermindert weiter, insbesondere in den sensiblen Innenstadtbereichen. Hier seien jetzt die Bundespolitiker aller Parteien gefordert, endlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass dem vorbeugenden Gesundheitsschutz der Vorrang vor dem Profitstreben der Mobilfunkkonzerne eingeräumt werde. Diejenigen Wähler, die unter dem unkontrollierten Ausbau von Mobilfunksendeanlagen zu leiden hätten, forderte er auf, am 18. September nur einer Partei die Stimme zu geben, die bereit sei, diese Problem anzupacken. Die ödp empfehle deshalb ihren Anhängern, ihre Stimme diesmal der Familienpartei zu geben, denn auch die Grünen seien nach wie vor nicht bereit, etwas gegen den derzeitigen Wildwuchs beim Mobilfunk zu tun.


FILBIG IST NICHT DIE EINZIGE NAZI-GRÖSSE, DEREN BILD UNKOMMENTIERT IN AMBERGS ÖFFENTLICHEN GEBÄUDEN HÄNGT

Der ödp-Stadtverband unterstützt die Forderung der SPD-Lokalpolitiker Fuchs, Moser und Pirner nach einem kritischen Begleittext zum Porträt des ehemaligen Nazi-Oberbürgermeisters Josef Filbig in der Porträt-Galerie des Rathauses. „Filbig war einer der führenden Repräsentanten und Propagandisten der menschenverachtenden NS-Ideologie in Amberg. Daran ändert auch sein zweifellos vorhandenes persönliches Charisma und seine damalige Beliebtheit in weiten Kreisen der Amberger Bevölkerung nichts. Deshalb ist es überfällig, dass sich die Stadt Amberg gerade im Rathaus sichtbar von ihrem Oberbürgermeister der Jahre 1936 bis 1945 und 1952 bis 1958 distanziert,“ so ödp-Sprecher Josef Witt. „Das Filbig-Porträt im Rathaus ist im Übrigen kein Einzelfall in Amberg. Auch in anderen städtischen Gebäuden, sogar in Schulen, haben örtliche Repräsentanten des NS-Regimes auch heute noch einen festen Platz in Porträtsammlungen, und das ebenso unkommentiert wie im Rathaus. Auch hier muss sich sechzig Jahre nach Kriegsende endlich etwas ändern.“


CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann scheint zu ahnen, dass der Landtag um eigene Sparbeiträge nicht herumkommt.

„Vor dem Verfassungsgerichtshof haben wir zwar verloren, aber insgesamt zeichnet sich ein politischer Sieg für unsere Bemühungen zur Streichung von
Politikerprivilegien in Bayern ab“ zog der ödp-Kreisvorsitzende Klaus Mrasek nach dem Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichts Bilanz zu der
Aktion „Gerecht sparen – auch an der Spitze!“. Vor allem die Andeutungen des CSU-Fraktionsvorsitzenden Joachim Herrmann beweisen nach Ansicht
Mraseks, dass „Volksbegehren immer positive Spuren hinterlassen – selbst wenn es durch richterlichen Einspruch gar nicht zur heißen Phase kommt.“
Herrmann hatte kürzlich zugegeben, dass das Problem der Abgeordnetenpensionen ebenso auf die Tagesordnung gesetzt werden müsse wie die Frage der steuerfreien Aufwandspauschalen. Die CSU-Spitze scheine deutlich zu spüren, dass sogar bei ihrer eigenen Parteibasis anhaltender Missmut über die Widersprüche
der Stoiber-Sparaktion herrscht: „Während sich Abgeordnete ihre Bücher, Computer und Büroeinrichtungen ohne jeden Beleg aus der Staatskasse bezahlen
lassen, werden den Eltern demnächst Büchergeld und Studiengebühren abgeknöpft – das versteht niemand mehr“ stellt der ödp-Vorsitzende fest.

Auch könne kein Abgeordneter mehr auf offene Ohren hoffen, wenn er wieder mal von „mehr Eigenverantwortung“ und dem „Ende der Besitzstandswahrung“
rede. Mrasek: „Nachdem das Bayerische Verfassungsgericht auf Antrag des Innenministeriums der luxuriösen Abgeordnetenversorgung seinen Segen erteilt hat, würden solche Sparappelle der Bestversorgten an die kleinen Leute nur noch obszön wirken.“


ÖDP-VORSITZENDER MRASEK FORDERT VOM LANDTAG ALTERNATIVLÖSUNGEN ZUM BÜCHERGELD

Der ödp-Kreisverband Amberg-Sulzbach fordert den Landtag zu „eigenständigem Nachdenken, Nachrechnen und Handeln“ beim Büchergeld auf: „Der Gesetzentwurf der Staatsregierung ist nichts anderes als die faktische Abschaffung der Lernmittelfreiheit“ stellt ödp-Kreisvorsitzender Klaus Mrasek fest. Dass die demnächst fälligen Beträge von 20.- bzw.- 40 Euro pro Jahr und Schulkind viel höher sind als die bisherigen Aufwendungen für Schulbücher, werde mittlerweile sogar vom Kultusministerium zugegeben.
Man könne also keineswegs – wie es der Gesetzentwurf der Staatsregierung tut - von einem „Eigenbeitrag der Schüler zu den Kosten der Lernmittelfreiheit“ sprechen: „Fakt ist: Die Eltern müssen weit überzogene Beträge für Bücher zahlen, die ihren Kindern anschließend nicht einmal gehören.“ Ein solches Verfahren kenne man bisher nur aus der „Nepper-Schlepper-Szene“, meint Mrasek.
Der Landtag habe nun Gelegenheit, Eigenständigkeit, Familienfreundlichkeit und Bürgernähe zu beweisen, indem er ein eigenes Gesetz mit realistischen Beträgen vorlegt. „Wenn man tatsächlich meint, dass der Freistaat Bayern sich die volle Lernmittelfreiheit nicht mehr leisten kann, dann sollten wenigstens nur die absolut nötigen Beträge eingefordert werden“ fordert der ödp-Politiker. So könnten zum Beispiel die vom Landesamt für Statistik ermittelten Durchschnittsbeträge für Schulbücher zu jeweils einem Drittel auf den Staat, die Schulaufwandsträger und die Eltern aufgeteilt werden. „Das wäre dann ein Elternbeitrag von 6.- Euro für die Grundschule und höchstens 10.- Euro für die weiterführenden Schulen.“

Kultusstaatsekretär Karl Freller hat dem Landtag mit Datum vom 11.1.2005 als Stellungnahme zu einer Petition des ödp-Landesvorsitzenden die aktualisierten Zahlen zu den tatsächlichen Durchschnittskosten für die Schulbuchausstattung für das Bezugsjahr 2002 genannt:

Grundschulen: 16,17 €
Hauptschulen: 15,83 €
Realschulen: 27.01 €
Gymnasien: 20,58 €

Mrasek stellt dazu fest: „Die jetzt von den Eltern geforderten Beträge von 20.- bzw. 40.- Euro sind schlicht eine Frechheit und wirken lediglich als Konjunkturprogramm für die Schulbuchverlage.“ Die ödp werde deshalb das Abstimmungsverhaltens der Abgeordneten Donhauser und Kustner in dieser Frage genau beobachten. Hier werde sich dann zeigen, ob sich die lokale CSU-Prominenz wirklich traue, zu einer familienfreundlichen Politik zu stehen oder ob sich dabei nur um Lippenbekenntnisse handele.


Kurz nach Einreichung der Unterschriften für Mobilfunk-Volksbegehren:

In der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach soll ein überparteiliches Bündnis entstehen!
 
Kurz nach der Einreichung der Zulassungsunterschriften für das Volksbegehren "Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" formiert sich auch in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach  ein überparteiliches Unterstützerbündnis. „Wir werden in den nächsten Wochen viele aktive Einzelpersonen, Parteien, Verbände und Initiativen zu einem Bündnistreffen einladen“, so  ödp-Kreisrat  Alfons Lobinger. In der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach wurden über 300 der landesweit 34.000 Zulassungsunterschriften gesammelt. Voraussichtlich im Juli findet die eigentliche Eintragungszeit für das Volksbegehren statt. Nur wenn sich dann 10 Prozent der Wahlberechtigten in den Rathäusern eintragen, ist das Begehren erfolgreich.
 
Ziel ist die Einführung von Genehmigungsverfahren für Mobilfunksendemasten und die Verankerung der Gesundheitsvorsorge im Landesentwicklungsplan. Die Kommunen sollen ein gesetzliches Mitwirkungsrecht bei der Entscheidung über Sendemastenstandorte bekommen, unproblematischere Alternativstandorte künftig in Vorsorgeplänen festlegen und nicht länger auf freiwillige Beteiligungsangebote der Netzbetreiber angewiesen sein. „Wir wollen, dass die Mobilfunkbetreiber ihre Sendemasten nicht länger hinstellen können wo sie wollen“, fordert Lobinger.

Die ödp hat als Initiatorin des Volksbegehrens den weiteren Verlauf bewusst auf eine überparteiliche Ebene gehoben. Mit der Unterstützung der Freien Wähler Bayern, die landesweit zahlreiche Bürgermeister stellen, steigen die Erfolgschancen des Projektes.

Kreisrat Lobinger: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Handys. Aber wir wollen die Strahlenbelastung durch eine bessere Auswahl der Sendemastenstandorte deutlich reduzieren“. Dies sei notwendig, weil mehrere unabhängige Untersuchungen (Reflex-Studie, Naila-Studie) vor den Gefahren der Mobilfunkstrahlung (u.a. Erbgutschäden, Öffnung der Blut-Hirn-Schranke) warnten.


Schwartz geht mit braunen Parolen hausieren.

Diese PM wurde nicht veröffentlicht, da Dr. Schwartz die Äußerungen dementiert hat und die Berichterstatung der Zeitung nicht gesichert ist.

Nach den Sozialdemokraten Moser und Schön greift nun auch der ödp-Kreisvorstand den CSU-Kreisvorsitzende Dr. Schwartz an, weil dieser jüngst die Erinnerung an die Gewaltherrschaft der Nazis als „Schuld-Kult“ abgetan hatte. „Ebenso wie sein Amtsvorgänger Hermann Fellner, dessen politische Karriere in den 80er Jahren nach einer Bundestagsrede mit antisemitischen Untertönen ein abruptes Ende fand, versucht nun offenbar auch Dr. Schwartz im braunen Sumpf Stimmen zu fischen, indem er den Mantel des Schweigens über die Verbrechen des Hitler-Regimes zu breiten versucht. Offenbar greift er damit die Parole seines verblichenen großen Vorsitzenden F. J. Strauß auf, wonach es rechts
von der CSU nichts mehr geben darf.
Natürlich darf bezweifelt werden, ob eine Einschränkung des Versammlungsverbots die richtige Antwort auf alte und neue braune Umtriebe ist, schließlich sollte man vor allem die Ursachen des Neonazismus und nicht so sehr seine Symptome angehen.
Aber das Bekenntnis zur gesamten deutschen Geschichte zwei Wochen vor dem 60. Jahrestag der Ermordung des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg als "Schuld-Kult" zu diffamieren, ist eine nicht zu entschuldigende Entgleisung und legt entweder erschreckende Unwissenheit oder eine noch erschreckendere Weltanschauung bloß.
Ebenso wie die SPD-Mitglieder Moser und Schön hält deshalb auch der ödp-Vorstand eine Entschuldigung von Dr. Schwartz bei allen Opfern der Nazigewaltherrschaft für unumgänglich.
Fragwürdig ist es freilich, wenn Moser und Schön die SPD als ‚die einzige Volkspartei‘ hinstellen, ‚die sich standhaft den Nazis in den Weg stellt‘, und das nach einem Wahlergebnis von zuletzt 19%. Im Kampf den nationalsozialistischen Ungeist sollten nach Ansicht der ödp vielmehr alle Demokraten zusammenstehen, egal sie nun Mitglieder einer ‘Volkspartei‘ sind oder nicht.
Was den Abgang von Dr. Schwartz von der politischen Bühne betrifft, ist es an der CSU, darüber zu entscheiden, sie muss sich schließlich an so einem Aushängeschild messen lassen.“


Jetzt schreit alles nach Sofortprogrammen...
Feinstaubdebatte – wie üblich an der Oberfläche!

Das Geschrei nach „Sofortprogrammen“ zur Bekämpfung der Feinstaubgefahr offenbart nach Ansicht des Vorsitzenden der Amberg-Sulzbacher ödp das Elend der Umweltpolitik im Freistaat und in der ganzen Bundesrepublik: „Jahrzehntelang wurde jeder als Illusionist und Wirtschaftsfeind beschimpft, der eine grundlegende Umorientierung in der Verkehrspolitik und den Vorrang für Gesundheits- und Umweltschutz gefordert hat. Zuletzt schwenkten sogar die Grünen in die Front der Autoparteien ein. Dass die heute hauptsächlich benutzten Verkehrsmittel im wahrsten Sinne des Wortes lebensgefährlich sind, wurde in einem kollektiven Verdrängungsprozess ebenso wenig zur Kenntnis genommen wie die Gefährlichkeit der absurden Zunahme der Transportmengen.“

Wie bei allen ökologischen Großproblemen (Atommüll, Klimagefährdung, Chlorchemie...) entstehe die Gefahr in langen Zeiträumen und lasse sich deshalb auch nicht per Sofortprogramm abstellen, meint der ödp-Kreisvorsitzende. Die gegenwärtige Aufregung samt einer Inflation von „Lösungs“-Vorschlägen berge die Gefahr in sich, dass man sich doch wieder um die Grundfrage herumdrückt: „ Wie können wir die Verkehrsmengen insgesamt reduzieren und dabei den gesundheitsverträglichsten Verkehrsmitteln den Vorrang geben?“ Zur Lösung dieser Frage gebe es nur den marktwirtschaftlichen Weg: „Der Staat muss dafür sorgen, dass das Verursacherprinzip verwirklicht wird und der Preis der Verkehrsleistung ihre Gesamtkosten – einschließlich
der langfristigen Gesundheits- und Umweltkosten – ausdrückt.“ Genau dies habe aber bisher eine große Koalition von Auto- und Mineralöllobbyisten immer wieder verhindert. Zudem wurde gesamtgesellschaftlich ein quasireligiöser Kult um den Individualverkehr betrieben, die Mobilität zum unbefragten Grundwert des modernen Lebens erhoben und eine unökologische Landes- und Siedlungsplanung mit Milliardensubventionen gefördert: „Das Häuschen im Grünen und der Arbeitsplatz im Ballungsraum samt Eigenheimzulage und Pendlerpauschale sind ebenso für die Fehlentwicklungen verantwortlich wie die Auslagerung der Einkaufsmärkte auf die grüne Wiese und der autofixierte Verkehrswegebau zu Ungunsten von Schiene und ÖPNV!“



WIE ERFOLGREICH SIND DIE ABGEORDNETEN DONHAUSER UND KUSTNER?


Kopfschütteln löst im ödp-Kreisvorstand die Meldung aus, dass die bayerischen Landtagsabgeordneten in Zukunft auf Stühlen aus dem Schwarzwald statt aus Ebermannsdorf sitzen werden. „Das ist also der Beitrag der CSU-Fraktion zum Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit in Bayern,“ lautet der sarkastische Kommentar von ödp-Sprecher Josef Witt zu dieser Meldung aus München.
„Das wirft natürlich die Frage auf, was die hiesigen Abgeordneten Donhauser und Kustner eigentlich für ihren Wahlkreis zu erreichen im Stande sind. Was haben sie bisher gegen die drohende Entnahme des Lauterachwassers durch die Stadt Neumarkt getan, die eindeutig zu Lasten der Gemeinden Kastl, Hohenburg und Schmidmühlen geht? Was ist ihre Erfolgsbilanz in Sachen Nachtfahrverbot für Lkws auf der B14? Wie lange müssen die Schnaittenbacher, Hirschauer und Ammersrichter den Lärmterror noch ertragen, bis ihre Abgeordneten sich aufraffen, etwas für sie zu tun?“
Wie werden sie abstimmen, wenn es um die von der Staatsregierung geplante Auflösung der Teilhauptschulen geht, von der rund ein Dutzend Gemeinden im Landkreis von Freihung bis Ebermannsdorf betroffen sein werden? Wird auch wieder der Parteidisziplin Vorrang eingeräumt vor den Interessen unserer Heimat?“
Dazu meint ödp-Kreisvorsitzender Klaus Mrasek: „Genau das ist zu befürchten. Ändern wird sich daran erst etwas, wenn auch in unserem Raum die CSU ihr Monopol auf Abgeordnetenmandate in München verliert. Denn wenn der Satz stimmt, wonach Konkurrenz das Geschäft belebt, dann gilt leider auch seine Umkehrung: Das Fehlen von Konkurrrenz führt unweigerlich zu satter Selbstzufriedenheit. Und das gerade die ödp hier entscheidende Veränderungen anstoßen kann, zeigt sich derzeit wieder im Amberger Stadtrat. Dort ist nun offensichtlich auch die CSU bereit, die Geheimskrämerei bei den städtischen Unternehmen zu beenden, nachdem die ödp das Thema auf die Tagesordnung gebracht hat.“


 Asbestimporte nach Oberweißenbach müssen in Zukunft ausgeschlossen sein

Auf der ödp Kreisvorstandssitzung am letzten Mittwoch in Edelsfeld gab Franz Kohl, Vorsitzender des Ortsverbandes Vilseck, einen Bericht zur geplanten Asbesteinlagerung aus Italien in Oberweißenbach. Nachdem sich die Vertreter des ödp Ortsverbandes im November erstmals mit Anwohnern, Mitgliedern des Bundes Naturschutz und ödp Kreisrat Alfons Lobinger zu einem Ortstermin getroffen und die Öffentlichkeit über die geplante Asbestanlieferung aus Italien informiert hatten, ergaben sich zwischenzeitlich positive Entwicklungen. Der Vilsecker Stadtrat nahm das Thema auf seine Tagesordnung und lud einen Vertreter des Landratsamtes zu seiner Sitzung. Herr Beck vom Landkreis-Umweltamt verwies auf die gesetzlichen Vorgaben durch europäisches Recht, die solche Einlagerungen erlauben würden. Er kündigte gleichzeitig auch konsequente und ständige Überprüfungen der Anlieferungen an. Nachdem sich der Stadtrat vehement gegen die geplante Einlieferung ausgesprochen hatte, verabschiedete er in einer weiteren Sitzung eine Petition an den Landtag, die in den nächsten Wochen im Umweltausschuss des Landtags behandelt werden soll. Auch zwei Landtagsabgeordnete trafen sich mit dem 1. Bürgermeister Schertl und sicherten ihre Unterstützung zu. Zufrieden zeigte sich der ödp Kreisvorstand über das bisher Erreichte. Die Firma, die die Asbestanlieferung vornehmen wollte, hat mittlerweile mitgeteilt, auf die Einlieferung zu verzichten. Ortsvorsitzender Franz Kohl warnte jedoch vor einer verfrühten Euphorie: „Noch ist die Gefahr nicht gebannt, dass eine andere Firma die genehmigte Asbestdeponie für Ihre Entsorgungszwecke entdeckt und aus irgendeinem Teil Europas Asbest anliefert. Die ödp fordert daher, entweder das Entsorgungsgebiet auf den Landkreis zu beschränken oder die Genehmigung als Asbestdeponie zu widerrufen.“ Er dankte allen Bürgerinnen und Bürgern, die in Gesprächen mit Stadträten, Landratsamt, Regierung der Oberpfalz ihre Besorgnis und auch ihren Protest über die Asbestanlieferung aus Italien ausdrückten und dadurch letztlich die Verantwortlichen zu entschlossenem Handeln motivierten.



ödp-Kreisvorstand empört:
Viele Bürger haben gegen Politiker-Privilegien unterschrieben - Innenministerium will Volksbegehren nicht zulassen
Mrasek: „Einsatz mit Zähnen und Klauen gegen Anstand und Vernunft!“

Mit Empörung hat der Amberg-Sulzbacher ödp-Kreisvorstand in seiner jüngsten Sitzung auf die Ablehnung des Volksbegehrens „Gerecht sparen – auch an der Spitze!“ durch das Innenministerium reagiert: „Nicht unser Volksbegehren sondern die Privilegien der Abgeordneten sind verfassungswidrig und gefährden die Stabilität der Demokratie“, so der Kreisvorsitzende Klaus Mrasek. Auch in Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach  hatten sich mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger an der Unterschriftensammlung beteiligt. Jetzt muss der Verfassungsgerichtshof entscheiden. Ein Urteil wird für Anfang April erwartet.
 
Nach Ansicht des ödp-Kreisvorsitzenden ist das vom Innenministerium abgelehnte Verbot von Nebentätigkeiten und Vorstandsämtern in Verbänden längst überfällig: "Über die Doppelfunktionen vieler Abgeordneter macht sich der Lobbyismus im Parlament breit. Interessenskonflikte sind
vorprogrammiert: „Wer zum Beispiel als Vorstand eines Verbandes Altenheime betreibt, wird große Schwierigkeiten haben, die nötigen Gesetze zur Heimaufsicht zu beschließen.“

Entlarvend sei die Argumentation des Innenministeriums zur Altersversorgung: „Ungeniert wird vorgerechnet, dass die staatliche Altersvorsorge für Abgeordnete monatlich 2500.- Euro wert ist. Das ist 2,5-fache des Höchstbeitrages zur gesetzlichen Rentenversicherung von derzeit 1004.- Euro, der einem Gehalt von 5200.-Euro entspricht. „Damit gibt das Ministerium zu, dass die Abgeordneten derzeit vom Steuerzahler so rentenversichert werden, als erhielten sie ein Monatsgehalt von 13
000.- Euro!. Das allein ist schon ein empörender Beweis für die Verschwendung von Steuergeldern", so Mrasek.
Am absurdesten ist nach Ansicht des ödp-Kreisvorstandes der Vorwurf, das Volksbegehren hätte auch formale Mängel, da es sich auf das vor dem 1. Juli 2004 geltende Abgeordnetengesetz beziehe. Mrasek : „Zum 1. Juli trat die minimale Änderung in Kraft, dass die Pensionen nicht mehr mit 55, sondern erst ab dem 60. Lebensjahr fällig werden. Es ist eine Aushöhlung der Volksgesetzgebung, wenn der Landtag während einer laufenden Unterschriftensammlung lapidare Mini-Änderungen beschließt, um dem Volksbegehren die formale Basis zu entziehen. Außerdem sind fast alle Unterschriften nachweislich vor dem 1. Juli gesammelt worden“.

Die ödp-Kreisvorsitzende hat gedämpfte Hoffnungen auf ein gutes Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichts, das jetzt über das Schicksal des Volksbegehrens entscheiden wird: „Da die Zusammensetzung des Gerichts vom Landtag mit einfacher Mehrheit bestimmt wurde, sind gewisse Bedenken begründet. Dennoch hoffe ich auf einen guten Spruch der Richter.“


Nach der Resolution der CSU-Arbeitnehmerschaft gegen die Deutsche Bank

ödp empfiehlt CSA-Vize Kobler: Protestieren Sie bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank gegen Spenden an die CSU!

ödp-Landesgeschäftsführer Klaus Mrasek fordert CSU-MdL Konrad Kobler auf, sich dafür einzusetzen, dass die CSU künftig keine Großspenden mehr von der Deutschen Bank annimmt. "Dann wäre Herr Kobler mit seiner Aufforderung, 'alle Geschäftsbeziehungen zur Deutschen Bank einzustellen und etwaige Konten dort aufzulösen', glaubwürdig", so Mrasek.
 
Kobler hatte als stellvertrender Landesvorsitzender und niederbayerischer Vorsitzender der Christlich-Sozialen Arbeitnehmerschaft (CSA) vor wenigen Tagen bei einer Bezirksvorstandssitzung der CSA eine Resolution initiiert: Der CSU-MdL forderte dazu auf, der Deutschen Bank "die Zähne zu zeigen". Hintergrund ist die Ankündigung von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann, trotz eines Rekordgewinns von 2,55 Milliarden Euro im Jahr 2004 in nächster Zeit 6400 Arbeitsplätze abzubauen.
 
Mrasek: "Herr Kobler hat mit seiner Forderung Recht. Ich finde, dass man als anständiger Mensch mit dem Raubtierkapitalisten Ackermann, der die Wirtschaftsethik unterpflügt nichts, aber auch gar nichts zu tun haben sollte. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass sich Konrad Kobler dafür einsetzt, dass die CSU ab sofort keine unanständigen Großspenden mehr von diesem Unternehmen annimmt und die schon erhaltenen Summen in eine gemeinnützige Stiftung für die Opfer des Konzernstrategen Ackermann einbringen wird". Bemerkenswert sei in diesem Zusammenhang auch, dass der frühere CSU-Generalsekretär Goppel im Juli 2002 die Produkte der Deutsche Bank-Tochter Bonnfinanz der CSU-Basis in einem Werbebrief empfohlen hatte.
 
Nach Ansicht der ödp sollten aber auch andere Parlamentsparteien über ihr Verhältnis zur Deutschen Bank nachdenken: CDU, FDP und Grüne standen in den letzten Jahren nach Angaben von Klaus Mrasek ebenso auf der Spendenliste der Deutschen Bank. Dies könne in den veröffentlichten
Rechenschaftsberichten der Parteien nachgelesen werden.
 
Mrasek empfiehlt Kobler, zusammen mit Ministerpräsident Stoiber, ein paar Aktien der Deutschen Bank zu kaufen, um damit das Recht zu erhalten, auf der nächsten Hauptversammlung der AG eine vielbeachtete Rede über Wirtschaftsethik zu halten und Herrn Ackermann von künftigen Großspenden an die CSU abzuraten.



ÖDP WILL AUCH IN AMBERG MEHR TRANSPARENZ IN STÄDTISCHEN UNTERNEHMEN


Immer mehr kommunale Aufgaben wie der Betrieb von Bädern, Bussen oder die Beschaffung und Erschließung von Baugrundstücken werden in der privatrechtlichen Gesellschaftsform der GmbH abgewickelt. Diese GmbHs werden durch einen eigenen Aufsichtsrat kontrolliert, der aus dem Stadtrat gewählt wird. Im Gegensatz zur Besetzung der Ausschüsse muss das Wahlergebnis dabei nicht berücksichtigt werden, d. h. die Mehrheitsfraktion könnte im Prinzip sämtliche Aufsichtsratsmandate mit eigenen Leuten zu besetzen. Es gibt aber auch noch andere Varianten, eine dem Wahlergebnis entsprechende Besetzung zu vermeiden: in Amberg haben CSU und SPD diese Posten in trauter Eintracht untereinander aufgeteilt, ohne die Rathaus-Opposition aus ödp, FW, Grünen und FDP/UB zu berücksichtigen.
Das ist aber nicht der einzige undemokratische Zug am Trend zur Pseudo-Privatisierung öffentlicher Aufgaben: die Debatten und Entscheidungen in diesen Aufsichtsräten finden nämlich - anders als im Stadtrat und seinen Ausschüssen - prinzipiell nicht öffentlich statt, sondern unterliegen einer „Verschwiegenheitspflicht“.

Gegen diese Geheimhaltungspolitik hat die ödp in Passau ein Bürgerbegehren angestrengt, dem der Passauer Stadtrat auf Betreiben des dortigen CSU-Oberbürgermeisters die Zulassung verweigerte, obwohl die erforderliche Zahl an Unterschriften vorlag. Diese Ablehnung hat das für Niederbayern und die Oberpfalz zuständige Verwaltungsgericht in Regensburg jetzt für nichtig erklärt.

Die Richter am Verwaltungsgericht Regensburg erklärten in ihrer Urteilsbegründung wörtlich: „Die Organe der kommunalen GmbHs geben rechtlich zwar eigenes, faktisch aber das Geld der Bürger aus. Das übertriebene Abschotten der Aufsichtsratstätigkeit kann bei Bürgerinnen und Bürgern zu Mutmaßungen, Verdächtigungen und Argwohn führen. Bürger wollen beispielsweise wissen, wie die Gas-, Strom-, Wasser-, Bus- und Badpreise zustande kommen, warum eine Buslinie eingestellt wird, wie eine Freifläche entwickelt wird und wie hoch eine kommunale GmbH verschuldet ist. Geheimniskrämerei erzeugt Misstrauen. Demokratie erfordert Transparenz der Entscheidungen. Die Bedenken einer Hälfte des Stadtrates von Passau, eine stärkere Transparenz gefährde die Funktionsfähigkeit der Aufsichtsräte, teilt das Gericht nicht.“.

„Mit diesem wegweisenden Urteil ist nun der Geheimhaltungspolitik ein Riegel vorgeschoben“, so ödp-Stadtrat Klaus Mrasek: "In den letzten Jahren sind im ganzen Land kommunale GmbHs gegründet und dadurch öffentliche Themen in geheim tagende Aufsichtsratssitzungen verlagert worden. Das widerspricht der Tradition der Bayerischen Gemeindeordnung, und deshalb wollen wir die Geheimhaltungspflicht kippen. Denn es geht um die grundsätzliche Frage, wie weit die Politik privatisiert und der Kontrolle durch Bürger und Medien entzogen werden darf“.

Deshalb will jetzt auch die Amberger ödp für mehr Transparenz in den Aufsichtsräten von stadteigenen GmbHs wie den Stadtwerken, der Stadtbau, dem ACC, aber auch beim Nahverkehrsverband und bei der Sparkasse Amberg-Sulzbach kämpfen. Ziel ist die Aufhebung der Geheimhaltungspflicht in den Aufsichts- und Verwaltungsratssitzungen von kommunalen GmbHs. Außerdem sollen die Medien vor den Aufsichtsratssitzungen eine Tagesordnung erhalten. „Das Urteil ist ein Meilenstein und großartiger Erfolg für alle Bürger, denen die Geheimpolitik in den städtischen GmbHs schon lange ein Dorn im Auge ist“, erklärt ödp-Sprecher Josef Witt. „Deshalb wollen wir, dass bei den kommunalen Unternehmen Transparenz nicht nur in Passau, sondern auch in Amberg einzieht.“


Volks-Vertreter statt Volkswagen-Vertreter
ödp fordert stärkere Trennung von Politik und Wirtschaft

Laurenz Mayer und Hermann-Josef Arentz von RWE bezahlt, Angeblich bis zu 100 Politiker auf der Gehaltsliste von VW, FDP-Bundestagsabegordnete Ulrike Flach mit einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro brutto vom Siemens-Konzern,
(Quelle: www.ngo-online.de)
die täglich länger werdende Liste über Zahlungen an die "Meyers", "Arentzes" und "Flachs" aller Parteien bestätigen die ödp in ihrem jahrelangen Bemühen um eine schärfere Trennung von Politik und Wirtschaft. „Bisher wird nur die Spitze des Eisbergs sichtbar,“ glaubt ödp-Kreisvorsitzender Klaus Mrasek. "Scheinbar leben wir nicht mehr in einer Demokratie, sondern in einer Lobbykratie, in der große und finanzkräftige Konzerne politische Entscheidungen mit Geldzahlungen zu beeinflussen versuchen." Wer diesen Zusammenhang leugne, leide unter Realitätsverlust. „Denjenigen soll man mir zeigen, der in ein Geschäft geht, Geld auf den Ladentisch legt und den Laden ohne Gegenleistung wieder verlässt.“ Die Diäten aus Steuergeldern seien dazu da, um die vollständige Unabhängigkeit der Abgeordneten zu gewährleisten. „Wir brauchen keine Volkswagenvertreter sondern Volksvertreter,“ so Mrasek  weiter. In diesem Zusammenhang forderte er alle anderen Parteien auf, dem Beispiel der ödp zu folgen, die sich vom Gründungstag an verpflichtet hat, keine Spenden von Firmen anzunehmen, um sich ihre Unabhängigkeit zu sichern.

ödp-Kreisvorsitzender Klaus Mrasek schreibt an die örtlichen Abgeordneten:
MdL Heinz Donhauser und Franz Kustner sollen von sich aus ein zeitgemäßes Abgeordnetengesetz ohne Privilegien vorschlagen!
ödp will mit ihrem Volksbegehren "Bewegung in die Politik bringen und Abgeordnete zur Eigeninitiative anregen"!
 
Bis Mitte Februar hat das Innenministerium Zeit, über die Zulässigkeit des neuen ödp-Volksbegehrens "Gerecht sparen, auch an der Spitze" zu entscheiden. Ziel ist die Streichung überzogener Politikerpensionen und ein Verbot von Nebentätigkeiten für Abgeordnete. ödp-Kreisvorsitzender Klaus Mrasek hat jetzt in einem Schreiben die örtlichen Abgeordneten Heinz Donhauser und Franz Kustner aufgefordert, "selbst einen Vorschlag für ein zeitgemäßes Abgeordnetengesetz ohne Privilegien einzubringen".
 Die Amberg-Sulzbacher ödp geht davon aus, dass es auch bei diesem Volksbegehren einen Wettbewerb zwischen  dem Text der ödp und einem Konkurrenztext des Parlaments geben wird. Mrasek: "Wir hoffen, dass die Politiker den Willen der 30.000 Unterzeichner des Volksbegehrens ernst nehmen und nicht abwarten wie das Volksbegehren ausgeht, sondern von sich aus Vorschläge entwickeln. Es wäre auch gut, wenn das Volk die Auswahl zwischen zwei Entwürfen hätte".
 "Die aktuellen Vorgänge um Laurenz Mayer und andere von Konzernen bezahlte Abgeordnete müssen Folgen haben", so Mrasek. Denn es bestehe die Gefahr, dass nach der ersten Aufregung alles wieder vergessen wird. Ein Verbot von Politiker-Nebentätigkeiten in Bayern hätte nach Ansicht der ödp eine Signalwirkung auf alle anderen Länder und auf die Bundesebene und würde die Debatte um ein bundesweites Verbot endlich voranbringen.
"Uns geht es um die Eindämmung von Lobbyismus und um ein zeitgemäßes Abgeordnetengesetz ohne Privilegien“, schreibt Mrasek  in seinem Brief an die Abgeordneten.
 Die Menschen verlieren das Vertrauen in die demokratischen Institutionen, befürchtet der ödp-Kreisvorsitzende, wenn die Politiker ständig neue Sparopfer, mehr Eigenverantwortung und private Altersvorsorge von den Bürgern verlangen, sich selbst dabei aber ausnehmen: "Abgeordnete erhalten hohe Pensionen ohne eigene Beiträge, kassieren zusätzlich zu ihren Diäten nachweisfreie Aufwandspauschalen und nehmen teilweise auch noch Nebenjobs bei Konzernen an. Das ist eine gefährliche Entwicklung für unser Land“, so Mrasek
 Die Kritik, dass bei einem generellen Verbot von Nebentätigkeiten, keine Vertreter freier Berufe und keine Selbständigen mehr für ein Abgeordnetenmandat kandidieren wüden, weist Mrasek zurück. "In unserem Volksbegehren geht es nicht um ein Verbot selbständiger Tätigkeiten für gewählte Parlamentarier. Wir wollen vielmehr Nebenjobs von Abgeordneten verbieten und die klare Trennung von Lobbyismus und Parlament: Die Lobbyisten müssen draussen bleiben!"

ödp-Kreisvorsitzender Klaus Mrasek zum grünen Gründungsjubiläum:
„Erfolgreiches Resozialisierungsprojekt für Extrem-Linke aber enttäuschende Öko-Bilanz“

Als „Zeitzeuge“ erinnert sich der ödp-Kreisvorsitzende Klaus Mrasek an die Parteigründung der „Grünen“ vor 25 Jahren. Das Unterfangen hätte sich zwar als „erfolgreiches Resozialisierungsprogramm für viele Umsteiger aus der damaligen Sponti-Szene und der extrem-linken K-Gruppen“  bewährt. Für die allermeisten ökologisch gesinnten Aktiven der Gründerzeit zeige sich jedoch eine enttäuschende Bilanz: „Hätte damals jemand ahnen können, dass eine Bundesregierung mit grünem Umweltminister und grünem Vizekanzler nicht einmal ein Tempolimit und die Erhebung von Mineralölsteuer auch für Flugzeugtreibstoff durchsetzen würde? Hätte man es für möglich gehalten, dass unter grüner Ministerverantwortung ein Vertrag mit der Atomwirtschaft über den gesicherten Weiterbetrieb der Reaktoren abgeschlossen wird, der die Verdoppelung des Atommülls in den nächsten 20 Jahren garantiert?  Hätte man es für möglich halten können, dass neben vielen Atomkraftwerken gefährliche „Zwischen“-Lager für Atommüll genehmigt werden, um die fatale Illusion einer Entsorgung zu pflegen? Hätte man sich vorstellen können, dass der deutsche Finanzaufwand für internationale Entwicklungspolitik noch unter die beschämenden Raten der Kohl-Regierung sinken wird, während der deutsche Waffenhandel mit rot-grünem Segen stetige Wachstumsraten verzeichnen kann? Hätte jemand ahnen können, dass die bei der Grünen-Gründung gepflegte Ideologie vom Öko-Sozialismus in einen offenen Flirt der ehemaligen K-Gruppenmitglieder mit dem Wirtschaftsliberalismus samt radikalem Sozialabbau umschlagen könnte? Hätte man es für möglich gehalten, dass grüne Parteitage von Autokonzernen gesponsert werden, dass sich auch die Grünen von
Industriespenden abhängig machen und dass auch grüne Spitzenpolitiker zweifelhaften Nebentätigkeiten in der Wirtschaft nachgehen würden?“
Dass pünktlich zum Grünen-Jubiläum jetzt auch noch der Bundesvorsitzende Bütikofer  vor einem „Anstieg der Ökosteuer“ und vor höheren Kosten des Autofahrens warnt, kann kaum noch überraschen, ist als Faktum aber dennoch bemerkenswert. Mrasek: „Die Grünen entsorgen offensichtlich jetzt noch die letzten Reste ihrer Gründungsideen!“

Schwarz-Rot diskriminiert nichtberufstätige Mütter und Väter

Jüngste Beschlüsse der großen Koalition in Berlin teils familienfeindlich, teils wirkungslos

Beim ersten Treffen des ödp-Stadtverbandsvorstandes in diesem Jahr übte dessen Vorsitzender Gerhard Gottschalk heftige Kritik an der „konzeptionslosen“ Familien- und Steuerpolitik der großen Koalition in Berlin. Die ersatzlose Streichung der Eigenheimzulage sei zwar in einem Land mit sinkender Bevölkerungszahl ordnungspolitisch richtig, wirke sich aber vor allem zu Lasten junger Familien mit Kindern aus.
Das Geld, das diesen Familien weggenommen werde, erhielten sie von dieser Bundesregierung aber trotz vollmundiger anderslautender Ankündigungen nicht zurück. Daran ändere auch die Einführung eines auf zwölf Monate begrenzten Elterngeldes nichts, das die Eltern ja selbst durch die Streichung des bis zu drei Jahre laufenden Bundes- und Landeserziehungsgeldes gegenfinanzieren müssten.
ödp-Sprecher Josef Witt brachte die Kritik seiner Partei an der Familienpolitik der Bundesregierung auf den Punkt: „Paare, die bereit sind, Kinder zur Welt zu bringen und diese dann auch selbst noch überwiegend selbst zu erziehen, sind wieder einmal die Dummen.
Warum sollen Kosten für den Kindergarten nur bei solchen Eltern steuerlich absetzbar, die beide berufstätig sind? Überhaupt bedeutet die von der Großen Koalition beschlossene Eingrenzung der Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten auf eine Summe, die 1000 Euro pro Kind übersteigt, nichts anderes als eine Umverteilung von unten nach oben. Normalverdienende Eltern, deren Kinder einen ganz normalen Kindergarten besuchen, gehen komplett leer aus, während ohnehin schon gut verdienende Paare, die ihren schulpflichtigen Nachwuchs in ein Luxus-Internat abschieben, pro Kind bis zu 1600 Euro Steuern sparen können.“ Wie bei allen bisherigen „Familienförderprogrammen“ werde die Fremdbetreuung von Kindern finanziell gefördert und die Eigenbetreuung strukturell benachteiligt. Während diese Politik schon immer dem selbstbekundeten Weltbild von Rot-Grün entsprochen habe, sei es eine enttäuschende neue Entwicklung, dass auch die Union auf diese Linie eingeschwenkt sei. Christ- und Sozialdemokraten hätten hier in trauter Eintracht ein Modell beschlossen, das weder christlich noch sozial sei. „Mit dieser Masche,“ so Witt, „ist mit Sicherheit weder eine Erhöhung der Geburtenzahl noch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen.“

ödp-Stadtrat Klaus Mrasek hält auch einige Reformen der großen Koalition auf dem Steuersektor für unausgegoren: Familien und Rentner, Studenten und Arbeitslose würden durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 3% ab 2007 massiv zur Kasse gebeten, um noch großzügigere Abschreibungsregelungen für Unternehmen finanzieren zu können. Einerseits verschärfe die Bundesregierung durch die Streichung der Eigenheimzulage zwangsläufig den Abbau von Arbeitsplätzen auf dem Bau, andererseits versuche sie die Menschen durch die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen zu animieren, mehr Geld für Renovierungen auszugeben. „Doch auch hier wieder: Ein Schritt vor, zwei zurück: nur 20% der Handwerkerkosten sind absetzbar, damit kann bei Normalverdienern noch nicht einmal die Mehrbelastung durch die Mehrwertsteuererhöhung aufgefangen werden. Kurzum: Einerseits wird es bei ohnehin anstehenden Baumaßnahmen bloße Mitnahmeeffekte geben, durch die kein einziger Arbeitsplatz neu geschaffen wird, andererseits wird durch diese unentschlossene Politik der Bundesregierung die Schwarzarbeit im Bausektor weiter allgegenwärtig sein.“ Der Druck zur Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen durch Betriebsschließungen und Verlagerungen ins Ausland werde durch die Sozialbeträge in Höhe von 390 Milliarden Euro jährlich verursacht. Eine Verringerung dieser Summe dürfe nicht durch die Mehrwertsteuererhöhung erfolgen. Ökonomisch und ökologisch sinnvoll sei dagegen die aufkommensneutrale Energiebesteuerung.



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