Schiffsgasse wird Uferpromenade bleiben

Amberg. "Die Umgestaltung der Schiffgasse zu einer attraktiven Uferpromenade ist keineswegs gescheitert - sie hat eigentlich noch gar nicht begonnen", so umreißt Stadtrat Klaus Mrasek die Position der ÖDP in der Diskussion um das Parkverbot entlang des Vilsufers. Denn um das Flair der neugestalteten Schiffgasse wirklich erleben zu können, werden die Amberger und ihre Gäste erst noch auf die ersten lauschigen Sommernächte warten müssen. In jedem Fall werde die Schiffgasse aber frei von Parkplätzen bleiben, auch wenn die CSU von dem erst im letzten Herbst einstimmig gefassten Beschluss des Bauausschusses jetzt wieder abrücke. Selbstverständlich müsse es für die weggefallenen 14 Anwohnerparkplätze Ersatz geben, "und zwar in der unmittelbaren Nachbarschaft", so Stadtrat Josef Witt, der die ÖDP im Bau- und im Verkehrsausschuss vertritt. Mittlerweile seien zwei zusätzliche Anwohnerparkplätze in der Bastei und vier am Ölberg ausgewiesen worden. Für die ÖDP sei von Anfang an klar gewesen, dass die fehlenden 8 Parkplätze in der Zeughausstraße oder in der Salzgasse auszuweisen seien. Unverständlich sei, warum die provisorischen Anwohnerparkplätze hinter der Synagoge in der Weihnachtszeit von einem Tag auf den anderen aufgehoben wurden, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal die Ersatzparkplätze am Ölberg markiert gewesen seien. Dieses unsensible Vorgehen habe die Unterschriftenaktion empörter Anwohner erst ausgelöst. Die Ausweisung von weiteren 8 Anwohnerparkplätzen müsse aber nicht unbedingt einen Verlust von Kurzzeitparkplätzen im gleichen Umfang bedeuten. Witt möchte die Verwaltung zunächst einmal prüfen lassen, ob nicht vor dem Stadtmuseum noch weitere Parkplätze ausgewiesen werden könnten, da dort auch bisher schon immer wieder Autos abgestellt würden, ohne dass es deshalb zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen komme.Darüber hinaus habe die ÖDP bereits im letzten Herbst im Verkehrsausschuss vorgeschlagen, einige Parkplätze in dem Bereich um das Marienheim und die Stadtbibliothek tagsüber als Kurzzeitparkplätze auszuweisen und nachts den Anwohnern vorzubehalten, denn in den Nachtstunden sei der Parkplatzbedarf der Anwohner naturgemäß am größten, während die Stadtbibliothek dann bereits geschlossen habe. Leider sei dieser Vorschlag seinerzeit von CSU und SPD abgelehnt worden. Witts Stadtratskollege Dr. Eberhard Meier könnte sich auch mit dem "Münchener Modell" (siehe Foto) anfreunden. Danach können bestimmte Parkplätze sowohl von Kurzzeitparkern gegen Gebühr als auch von Anwohnern kostenlos benutzt werden. Dies käme für Meier vor allem für die Parkplätze hinter der Synagoge in Frage, die tagsüber stark von Besuchern der Stadtbibliothek, des Marienheims und von Einkäufern frequentiert würden. Die Chancen für die Kunden von Geschäften in der Innenstadt, tatsächlich einen der begehrten Kurzzeitparkplätze zu ergattern, ließen sich auch dadurch verbessern, dass die maximale Parkzeit von 2 auf 1 Stunde abgesenkt werde, so Stadtrat Erwin Braun. Für einen Kurzeinkauf reiche das allemal. Wer länger im Zentrum bleiben möchte, dem sei ein Fußweg von 5 bis 6 Minuten von einem der rund 3.000 Parkplätze rund um das Altstadt-Ei zuzumuten, und zwar unabhängig davon, ob er aus der Stadt oder aus dem Landkreis komme. Wenn die PWG und die Vertreter des Einzelhandels glaubten, dass ihr Umsatz wirklich entscheidend von der Verfügbarkeit von Kurzzeitparkplätzen innerhalb der Altstadt abhänge, dann sei es jetzt an ihnen, sich in dieser Frage zu bewegen. 


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