ÖDP Kreisverband informiert sich über die berufliche Bildung im generalsanierten Schulzentrum

Nachaltige Investition auch von der ÖPD mitgetragen

 

Nachhaltige Investition auch von ÖDP mitgetragen

ÖDP informiert sich über die Berufliche Bildung am generalsanierten Schulzentrum

Das Berufliche Schulzentrum in der Raigeringer Straße war das Ziel eines Informationsbesuches des ÖDP-Stadt- und Kreisverbandes. Am Samstagnachmittag , weit nach Unterrichtsschluss, begrüßte Oberstudiendirektor Martin Wurdack seine interessierten Besucher. Ein sichtlich von der Qualität seines Schulzentrums überzeugter Schulleiter informierte die ÖDP über das Bildungsangebot des Beruflichen Schulzentrums und das pädagogische Neuland, das er seinen Schülerinnen und Schülern bietet.

Schon mit den nackten Zahlen beeindruckte er seine Zuhörer. Denn 1000 Schüler, die jährlich neu an den 5 Schulen des Schulzentrums aufgenommen würden und ebenso viele, die sie jedes Jahr mit einem Berufsabschluss oder der Hochschulreife verlassen, sprechen für sich.

Besonders hob der Schulleiter die Entwicklungen hervor, die der Schule ein unverwechselbares Profil verleihen. So habe man an der beruflichen Oberschule phasenweise Vorlesungsbetrieb eingeführt und löse sich in den letzten Wochen vor der Abschlussprüfung von den starren Vorgaben des Stundenplanes . Möglich ist diese innovative Entwicklung, weil der Schule mit dem Modus-Status ein größerer Freiraum eingeräumt wird . Auch an der Berufsschule findet sich pädagogisches Neuland: Hier verschwinde der Frontalunterricht zunehmend zugunsten des eigenverantwortlichen Lernens der Schüler in Lernfeldern.

Michael Birner, früherer Schulleiter des beruflichen Schulzentrums und ÖDP-Kandidat für den Kreistag, ging in seinen Ausführungen auf die Chancen eines vielfältigen beruflichen Angebots für unsere Jugend ein und sieht darin auch einen wichtigen Standortfaktor für die Betriebe in der Region. Mit den Bildungsangeboten stünde unsere Region jedoch in Konkurrenz mit den Nachbarlandkreisen und -bezirken. Da sich Berufsfelder dynamisch entwickeln, müssten sich Stadt und Land gemeinsam darum bemühen, die Angebotsvielfalt zu erhalten -oder noch besser- auszubauen.

Kritisch beleuchtete Birner die sog. Humankapitaltheorie, nach der die Anzahl der Hochschulzugangsberechtigten den wirtschaftlichen und politischen Status eines Landes prägen würden. Die daraus abgeleiteten bildungspolitischen Forderungen übersehen nach seiner Meinung den Wert des dualen Ausbildungssystems, das als wesentliche Basis unseres funktionierenden Wirtschaftssystems betrachtet werden könne. Steigende Studentenzahlen, aber auch die geringe öffentliche Wertschätzung würden zu sinkenden Schülerzahlen in der dualen Berufsausbildung und einem jetzt schon spürbaren dramatischen Facharbeitermangel führen.

Auf Anstellungsprobleme junger Lehrer angesprochen, versicherte Martin Wurdack, dass es ein Überangebot wie an Gymnasien oder Realschulen an beruflichen Schulen nicht gebe. Er brach im Gegenteil eine Lanze für das Lehramt an beruflichen Schulen, das Referendaren vielfältige und sichere Anstellungschancen bieten würde.

Viele Fragen wurden noch beim anschließenden Rundgang diskutiert. Besonders die Stadträte Josef Witt und Erwin Braun konnten sich in einer blitzsauberen Schule davon überzeugen, dass die auch von der ÖDP mitgetragenen Investitionen für die Schulsanierung gut angelegt sind. Schließlich geht es um die Aufgabe, für 70 % unserer Jugend den Start in das Berufsleben bestmöglich zu gestalten.

Zum Ende des Rundganges durch die Schule stand für die Gäste fest: Amberg besitzt mit seinem Beruflichen Schulzentrum eine der modernsten beruflichen Schulen Bayerns, sowohl was die Ausstattung als auch die innovative Pädagogik betrifft. Chapeau !

 


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