ÖDP für Ausbau der Windkraft im Landkreis Amberg Sulzbach

 

ÖDP für Ausbau der Windkraftnutzung im Landkreis Amberg-Sulzbach

Amberg.Sulzbach. „Unser Landkreis ist auf dem Weg, eine 100% erneuerbare Energien-Region zu werden. Das vom Kreistag beschlossene Integrierte Klimaschutz Konzept IKSK muss konsequent umgesetzt werden“, so Alfons Lobinger, ÖDP-Fraktionssprecher.

ÖDP-Kreisrat Dr. Christian Schmid: „Die geplante 2-Kilometer-Abstandsregel für Windenergieanlagen der CSU-Staatsregierung würde den notwendigen Ausbau der Windkraft im Landkreis Amberg-Sulzbach faktisch zum Erliegen bringen.“ Dem vom Landkreis Amberg-Sulzbach in Auftrag gegebene Klimaschutzkonzept haben auch alle Kreisräte der CSU zugestimmt. Dieses Konzept bündelt und erweitert Maßnahmen, um eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Landkreis um 60 % zu erreichen. Windkraft stellt die wichtigste Säule auf dem Weg zur erneuerbaren Stromerzeugung und CO2-Reduktion in der Region dar. Der Bedarf an Windkraft bewegt sich demnach zwischen 53 und 63 Anlagen im Landkreis. Der Strombedarf der Stadt Amberg ist hierbei noch nicht einmal berücksichtigt. „Mit der kritiklosen Übernahme der von CSU-Chef Seehofer vorgegebenen Abstandregel verabschiedet sich die örtliche CSU von der Energiewende und dem Klimaschutz. Auch der CSU-Protest gegen die von CSU-Ministerin Emilia Müller mitbeschlossenen Stromautobahnen ist vor diesem Hintergrund eine reine Farce“, so ÖDP-Kreisrat Franz Kohl.

Lobinger kritisierte den Vertrauensbruch gegenüber den Kommunen: „Gemeinden im Landkreis haben bereits erhebliche finanzielle Mittel für Planung und Bau von Windkraftanlagen aufgewendet, die durch die Seehofer-Abstandregel völlig sinnlos, ja buchstäblich in den Sand gesetzt wären.“ Er forderte Landrat Reisinger auf, den Vertrauensschutz gegenüber der CSU-Staatsregierung einzufordern.

ÖDP-Landesvorsitzender Klaus Mrasek führte die bayernweite Auswirkung der Seehofer-Abstandsregel vor Augen: „Auf Bayern bezogen würde mit der 2-Kilometer-Regel das Ausbau-Potential der Windkraft von 5,17 % auf 0,05 % der Staatsfläche reduziert. Damit verabschiedet sich die CSU-Staatsregierung von ihrem im Mai 2011 beschlossenen Ziel, den Anteil des Windstroms von 1,5% auf 10% zu erhöhen.“

Klaus Peter, Geschäftsführer der Bürgerwind Freudenberg, stellte die wirtschaftlichen Folgen dar: „Auch in unserem Landkreis Amberg-Sulzbach ist die Akzeptanz für Windkraft gegeben. Die Menschen sind bereit, die Energiewende mitzutragen, das haben wir mit Bürgerwind Freudenberg unter Beweis gestellt.“ Die dezentrale Energieversorgung bringt eine hohe regionale Wertschöpfung mit sich, von der unsere Heimatregion auf Dauer profitieren wird. „Die Gewinne aus der Stromerzeugung wandern nicht mehr in wenige Konzernkassen, sondern bleiben bei den Bürgern vor Ort. Das gilt auch für die Gewerbesteuereinnahmen.“ Klaus Peter, ÖDP-Kandidat bei den Kommunalwahlen, verdeutlichte die Größenordnung des Energiethemas: „Allein aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach fließen jährlich 500 Mio. € für Energieimporte ab. Wir wollen durch die Energiewende erreichen, dass von diesem Geld immer mehr vor Ort bei den Menschen bleibt.“

 


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