ÖDP besucht den Hutzelhof

ÖDP besucht landwirtschaftlichen Vorzeige-Betrieb

Amberg-Sulzbach. Landwirtschaft muss nicht industriell, unter massivem Einsatz von Pestiziden und zu Lasten der Artenvielfalt betrieben werden – auch nicht im 21. Jahrhundert. Um sich zeigen zu lassen, wie ein alternatives Modell in der Praxis funktioniert, besuchte der ÖDP-Kreisverband den Hutzelhof in Weißenberg, einen 1995 gegründeten Bio-Betrieb. Geschäftsführer Jürgen Obermeier erklärte, dass sich der Hutzelhof auf drei Säulen stützt. Zum einen wird Gemüse und Getreide nach den strengen Demeter-Richtlinien für biologisch-dynamische Landwirtschaft angebaut. Zum anderen wird das Gemüse über einen hauseigenen Lieferservice in der gesamten Region Amberg-Sulzbach und darüber hinaus direkt zum Verbraucher gebracht. Außerdem werden auch zahlreiche Grundschulen mit Obst und Gemüse vom Hutzelhof und kooperierenden Betrieben beliefert. Die dritte Säule bildet seit 2016 die hofeigene Bäckerei, die ebenfalls nach Demeter-Richtlinien betrieben wird, wie Bäckermeister Christian Bauer den ÖDP-Mitgliedern erklärte. Konkret bedeutet das, dass Brot auf dem Hutzelhof nur aus Dinkel und Roggen hergestellt wird und diese robusten, dem bisweilen rauhen oberpfälzer Klima angepassten Getreidesorten in einer Wirbelstrom-Mühle schonend und vor Ort gemahlen werden. So entsteht kaum Hitze und die hochwertigen Inhaltsstoffe des vollen Korns werden geschont.

Anschließend wird das Mehl ohne Zusatzstoffe wie Enzyme, Konservierungsstoffe oder Aromen verarbeitet. Das bedeutet viel Handarbeit und eine lange Teigruhe. Auf diese Weise bekommen die Brote auf dem Hutzelhof viel Zeit zum Reifen. So können sich die Eigenaromen der unterschiedlichen Getreidearten bestens entfalten. Außerdem steigt durch diese Ruhephasen die Bekömmlichkeit der Backwaren.

Der Hutzelhof bietet seine Backwaren übrigens nicht nur per Lieferservice, sondern auch jeden Mittwoch auf dem Amberger Markt an.

In der anschließenden Diskussion mit den ÖDP-Mitgliedern äußerte Inhaber Günter Kugler die Überzeugung, dass die Zukunft der Landwirtschaft und der Lebensmittelverarbeitung in der regionalen, saisonalen und ökologischen Qualitätsproduktion liegt. Dazu müssen die Verbraucher informiert und von den Vorteilen dieser Wirtschaftsweise überzeugt werden. ÖDP-Fraktionssprecher Michael Birner bedankte sich für die umfassende Vorstellung des Hutzelhofs. „Als ÖDP vertreten wir die Agrarwende – dafür stellt der Hutzelhof ein Musterbeispiel dar!“

 

Foto: Alfons Lobinger

Das Foto zeigt von links nach rechts: Hutzelhof-Geschäftsführer Jürgen Obermeier; die ÖDP-Mitglieder Michael Bartl, Niko Peter, Norbert Peter, Kreisrat Dr. Christian Schmid, Christoph Zollbrecht, Kreisrat Franz Kohl, Kreisrat Michael Birner und Josef Witt


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