ÖDP beantragt erste Amberger Solarsiedlung

Amberg. "Mit unserem Antrag setzen wir eine Feststellung aus dem Amberger Klimaschutzkonzept um, das Prof. Brautsch in der letzten Stadtratsitzung vorgestellt hat", so ÖDP-Fraktionsvorsitzender Klaus Mrasek. Prof. Brautsch hatte in seinem Gutachten auf erhebliche Möglichkeiten für die Nutzung der Photovoltaik in Amberg hingewiesen.Wenn es nach der ÖDP-Fraktion geht, wird das zukünftige Baugebiet "Kennedy-Straße Süd" Ambergs erste Solarsiedlung. In einem Antrag an die Stadt schlägt die ÖDP jetzt vor, die Dachflächen aller dort geplanten Pultdachhäuser nach Süden auszurichten und zu mindestens zwei Dritteln mit Solarstrommodulen abzudecken. pro Person und Jahr verringert werden."Die Nutzung der Dächer für erneuerbare Energien kann seit Juli 2011 in Bebauungsplänen verbindlich vorgegeben werden.Daneben bliebe auch noch Platz für die vom Baureferat vorgesehene Dachbegrünung. Die Wärmeversorgung aller Häuser soll nach den Vorstellungen der ÖDP durch das nahegelegene Blockheizkraftwerk der Stadtwerke in der Dekan-Hirtreiter-Straße erfolgen. Stadtrat Josef Witt stellte die Notwendigkeit der Energiewende heraus. "Die Untersuchung von Prof. Brautsch hat ergeben, dass aktuell 10,3 Tonnen CO2 pro Person und Jahr für die Energieversorgung in Amberg in die Luft geblasen werden. Um eine drastische Veränderung des Klimas zu verhindern, muss die CO2-Freisetzung auf 2 Tonnen.Stadtrat Franz Badura betonte die Bedeutung der Erneuerbaren Energien für die Wertschöpfung vor Ort. "Die Kosten für die Versorgung mit Energie in Form von Strom, Wärme und Kraftstoffen belaufen sich in Amberg auf jährlich 100 Mio. €, die ganz überwiegend in die Kassen von Energiekonzernen fließen.Erneuerbare Energien sorgen dafür, dass das Geld vor Ort bleibt." Die Montage einer Solarstromanlage schaffe z. B. Beschäftigung für Handwerksfirmen aus der Region. "Unser Ziel ist mehr Netto durch Öko, gerade für junge Familien, die ein Haus bauen."Fraktionsvorsitzender Klaus Mrasek sieht den Antrag der ÖDP als Testfall für die Energie­wende in Amberg. "Nach der Katastrophe von Fukushima haben sich alle Parteien im Rathaus zur Notwendigkeit der Energiewende auch in Amberg bekannt. Mit unserem Antrag 'Solar­siedlung Kennedystraße' wird nun insbesondere die bisherige Atompartei CSU Farbe bekennen und zeigen müssen, wie viel ihr neues Bekenntnis zur Energiewende tatsächlich Wert ist."


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