20.02.2014

Die Energiewende ist möglich

ÖDP-Kreisverband zu Gast in Hirschau

Die beiden Bilder zeigen jeweils von links nach rechts: Volkmar Streit, Hermann Prölß, Klaus Peter, Michael M. Birner, Michael Flierl, Josef Witt und Michael Seegerer.

Der Hirschauer Michael Flierl ist ein Pionier in Sachen erneuerbare Energien. In seinem Haus zeigte er seinen Gästen aus dem ÖDP-Kreisverband, dass die Speicherung von regenerativ erzeugtem Strom auch heute schon technisch möglich ist.

Wie das funktioniert? Familie Flierl speichert den Solarstrom, den sie auf dem eigenen Hausdach erzeugt, mit Hilfe einer Lithium-Batterie im Keller. Auf diese Weise ist sogar im Februar eine Selbstversorgung mit Haushaltsstrom möglich. Auf das ganze Jahr gerechnet benötigen die Flierls nur noch ca. 400 kWh Strom aus dem Netz. Zum Vergleich: eine durchschnittliche 4-köpfige Familie bezieht ca. 4000 kWh pro Jahr aus dem Netz! Auch vor einem Stromausfall ist Michael Flierl nicht bange, denn in Kürze wird ein Schaltmodul auf den Markt kommen, das den Batteriespeicher inklusive der PV-Anlage in die Lage versetzt, auch bei einem Netzausfall ohne Einschränkung weiterzuarbeiten.
ÖDP-Stadtratskandidat Karl Müller (Amberg) erklärte, dass die Speicherung von Solar- und Windstrom das Stromnetz erheblich entlasten könne. Der Ausbau der Speichertechnologie könne sogar den Bau großer Überlandleitung überflüssig machen. Die Voraussetzung dafür sei allerdings der Ausbau der Windkraft in Bayern, ergänzte Klaus Peter, der in Freudenberg für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Wer wie die CSU Abstände von 2 km zwischen Windrädern und dem nächsten Haus verlange, werde sich mit dem Bau von großen Überlandleitungen abfinden müssen.
ÖDP-Stadtrat Josef Witt (Amberg) kritisierte, dass die Bundesregierung bisher zwar viel von "Energiewende" rede, aber nichts für den großtechnischen Ausbau der Speichertechnologie getan habe. Schwarz und Rot würden die erneuerbaren Energien mittlerweile unter dem Einfluss der Kohlelobby sogar massiv ausbremsen. Diesen Eindruck bestätigte auch Michael Flierl. Er habe schließlich auf jegliche staatliche Förderung seines Batteriespeichers verzichtet, weil keine klare Linie bei den Förderkriterien zu erkennen gewesen sei. Witt wies darauf hin, dass die Energiewende nur dann vorangebracht werden könne, wenn sich Bürger, denen die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen am Herzen liegen, auch politisch engagieren. Es sei deshalb sehr erfreulich, dass die ÖDP bei den Kommunalwahlen heuer nicht nur in der Stadt Amberg, sondern auch im Landkreis Amberg-Sulzbach mit einer kompletten Liste antreten könne.
Die Kreistagsliste mit 60 Kandidaten aus 21 Gemeinden wird von Michael M. Birner, dem ehemaligen Direktor der Amberger Berufsschule, angeführt, der ebenfalls unter den Gästen war. Abschließend dankte Spitzenkandidat Michael M. Birner dem Gastgeber für seine Bereitschaft, ebenfalls auf der Kreistagsliste der ÖDP zu kandidieren.