08.01.2010

"Schadensfreiheitsrabatt" für Unternehmen mit stabiler Belegschaft

FDP und CSU  streiten über Steuersenkungen. Eines steht aber schon ziemlich fest: Erhöht werden demnächst die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Damit wird der Einsatz einer legalen Arbeitsstunde noch teurer. Schwarzarbeit wird noch lukrativer. Wolfgang Franz, der Chef des Sachverständigenrates („Wirtschaftsweise“) hat zur Arbeitslosenversicherung jüngst einen interessanten Vorschlag gemacht: Die Arbeitgeberbeiträge zur Arbeitslosenversichung sollten abhängig vom Entlassungsverhalten des jeweiligen Unternehmens höher oder niedriger sein. Wie bei der Autohaftpflicht gäbe es dann eine Art von "Schadensfreiheitsrabatt" für Unternehmen mit stabiler Belegschaft. So entstehe ein Anreiz, keine Stellen abzubauen… Kleine Quizfrage: Seit wann findet sich genau dieser Vorschlag im sozialpolitischen Programm der bayerischen ÖDP? Seit  dem 22.1. 2005! (Vielleicht hat der „Wirtschaftsweise“ Dr. Franz  die „Eckpunkte der bayerischen ÖDP zur Reform der Sozialsysteme“ gelesen…es lohnt sich!)

Kategorie: Soziales, Arbeit / Wirtschaft

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