„Müssen 20 Prozent ein Gefühl wie vor 80 Jahren erzeugen – bedingt, aber nicht unbedingt!?

Die Ergebnis der AfD bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern kann mit zweierlei Maß gemessen werden. Das Bundesland, in dem die Wahlen stattfanden, ist das bevölkerungsärmste (69 Einwohner je km²)  mit vorgegebenen Grenzen durch Ostsee und Polen (Randgebiet). Die Menschen, die dort wohnen, strahlen einen sehr eigenwilligen, um nicht zu sagen unbelehrbaren Charakter aus, wie z. B. mein Nachbar immer wieder beweist. Eigenes Denken ist meist der kollektiven Wahrnehmung und daraus resultierenden Entscheidungen unterworfen. Um das Ganze in Zahlen auszudrücken: 1.612.362 Einwohner (weniger als Regierungsbezirk Schwaben), davon 9 % Arbeitslose, kaum Chancen auf Wirtschaftswachstum, also nicht gerade repräsentativ. Ist doch klar, dass hier alles, was auf Integration oder Fluktuation hindeutet, nach Möglichkeit mit Abwehrreaktionen bedacht wird. Wie schafft man dies besser, als auch bisherige Nichtwähler mit zweckgebundenen Aussagen zur Wahlurne zu zerren und die „großen“ Parteien mit Strafzöllen abzuwatschen?  Für die war es teilweise sicher lehrreich, nicht geplante Auswirkungen überdenken und verarbeiten zu müssen. Aber: Es ist zwar ein Mega-Erfolg unter den gegebenen Voraussetzungen, muss jedoch nicht als Blaupause für das komplette Bundesgebiet gelten. Die von der Bundeskanzlerin propagierte Flüchtlingspolitik führt zu Ängsten und Unverständnis, das ist nachvollziehbar. Unumstritten ist aber auch Potenzial für Parteien vorhanden, die andere Lösungen zu bieten haben als nur: „Raus mit den Flüchtlingen!“. Wenn wir uns erinnern: Es gibt eine Partei, die heißt „Piraten“, hatte vor geraumer Zeit einen ähnlichen Aufschwung zu verzeichnen, war aber dann nicht fähig, interne Hahnenkämpfe beizulegen und ist mittlerweile fast wieder in der Versenkung verschwunden.“


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