Liegt der Bauer tot im Zimmer -

lebt er nimmer. So und ähnlich lauteten die Bauernregeln, die vor Jahren die Runde machten. Sie sollten den Berufsstand der Landwirte – so übrigens die richtige Bezeichnung – nicht diffamieren, sie sollten nur lustig sein. Nun hat Bundesumweltministerin Hendricks eine Lawine losgetreten mit ihren neuen, gar nicht lustigen Bauernregeln. Ich bin ihr dafür dankbar: Wie viele Fachexpertisen zu den Themen Grundwasserbelastung, schwindende Artenvielfalt und Massentierhaltung mögen zwischen den Ministerien wohl schon hin- und hergeschickt worden sein, ohne dass sie Wirkung zeigten? Dass Landwirtschaftsminister Schmidt, wieder mal einer aus der CSU, sie dafür verurteilt, ist nicht überraschend. Er steht seit je, wie auch der Bauernverband, für die industrielle Landwirtschaft und für die Erschließung neuer Exportmärkte für Milch und Fleisch aus Deutschland. Dabei sollten die Landwirte endlich befreit werden vom Zwang zu wachsen, verbunden mit all den finanziellen Risiken. Die von Frau Hendricks bereits früher vorgeschlagenen Veränderungen bei der EU-Agrarförderung in Deutschland sollten von Schmidt nicht weiter blockiert werden.   


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