Kohle

bedeutete einst Reichtum. Der Begriff wurde zum Synonym für Geld. Das sieht heute anders aus. Ihre Verstromung steht als wesentliche Ursache des Klimawandels in der Kritik. Dass sich Gabriel nun gegen den Kohle-Strom wendet, kommt überraschend. War er doch zum einen nie ein großer Kämpfer für die Umwelt – selbst als Umweltminister – und steht er als SPD-Mitglied zum anderen doch in einer Tradition der Kohle-Freaks. Er hatte eine Klimaschutz-Abgabe pro Tonne gefordert. Dass die Gewerkschaften und die Bergbau-Industrie sich kritisch äußern würde, war vorherzusehen. Dass dies auch die Union in so deutlicher Form tun würde, ist ärgerlich. Wie sollen denn die Klima-Ziele erreicht werden? Politik wird zum schäbigen Geschäft, wenn die Politiker und Parteien finanziell von denen abhängen, die sie eigentlich in die Schranken weisen sollten. Auf der Strecke bleiben dabei der Fortschritt und der schnelle Umbau unserer Energieversorgung.


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