Haben wir daraus gelernt?

In der kommenden Woche werden in vielen Städten und Gemeinden Gedenkveranstaltungen stattfinden. Es wird an die Atomkatastrophe von Tschernobyl vor 30 Jahren erinnert, mit ihren teilweise noch heute mess- und spürbaren Auswirkungen. Zahlreiche Dörfer und Siedlungen mussten damals aufgegeben werden, Menschen leiden noch heute unter der Strahlenbelastung. Erhöhtes Vorkommen von verschiedenen Krebskrankheiten sowie genetische Beeinflussungen waren die Folge. Sogar bei uns muss noch geschossenes Schwarzwild auf radioaktive Werte vor dem Verzehr untersucht werden, da auch hier oft noch hohe Belastung vorhanden ist. Außerdem wird an das Atomunglück von Fukushima vor 5 Jahren erinnert, welches bei der japanischen Regierung zum Ansatz des schrittweisen Atomausstiegs bis spätestens 2040 führte. Allerdings konnte die dort ansässige Wirtschaft dieses Reglement durch umfangreiche Proteste zurückschrauben, um ja keine Umsatzeinbußen oder Produktionsnachteile erleiden zu müssen. Jetzt kann man sagen: Das ist alles so weit von uns weg, was geht uns das an! Nein, diese Aussage ist falsch! Der geplante Atomausstieg der Bundesregierung bis 2022 steht nach wie vor auf wackligen Beinen. Durch die verschiedensten länderpolitischen  Ansätze zur Verhinderung des Ausbaus Erneuerbarer Energien wird sich dies kaum realisieren lassen. Was steckt auch hier dahinter? Der Lobbyismus in Reinkultur, der durch geschickte Manipulation sowohl von Politik als auch Bürgern, Milliardengewinne vor Gesundheits- und Lebensschutz zu setzen versucht! Gehen wir dagegen an und betrachten wir die Jahrestags-Veranstaltungen nicht nur als nettes Event, sondern als Gelegenheit bei jedem und jeder aktive Gehirnarbeit auszulösen.

 


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