06.02.2015

CSU-Kritik am Mindestlohn

Klaus Mrasek

"Sozial ist, was Arbeit schafft" - mit dieser Parole hatte die CSU seinerzeit die Einführung eines Niedriglohnsektors in Deutschland befürwortet. Mit diesen prekären Beschäftigungsverhältnissen konnte die CSU problemlos leben - auch mit der Tatsache, dass die Betroffenen selbst bei einer Vollzeittätigkeit von ihrer Hände Arbeit nicht leben, geschweige denn für ihren Ruhestand vorsorgen können. Aber jetzt hat die CSU ein Problem erkannt - den Mindestlohn und den "bürokratischen Aufwand". Gerade in Branchen, die für Mißbrauch anfällig sind, will die CSU die Dokumentation und Kontrolle zur Durchsetzung des Mindestlohns wieder abschaffen. Abgesehen davon, dass der derzeitige Mindestlohn nur ein erster Schritt sein kann, ist der CSU vermutlich ihre Parole "Wer betrügt, der fliegt" in den Sinn gekommen - allerdings wären diesmal aus CSU-Sicht die Falschen betroffen. Wer dabei hilft, den Mindestlohn zu unterlaufen, handelt weder christlich noch sozial....

Kategorie: Demokratie